Wühlmäuse im Garten – so werden Sie die ungebetenen Gäste schnell wieder los

Posted on 07. Sep, 2018 by in Gartenpflege

© Fotolia, creativenature.nl, Nr. 178560549

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Manche finden sie niedlich, aber viele ekeln sich auch vor ihnen: Mäuse gehören zwar zu unserem Lebensraum dazu, sind aber nicht sonderlich beliebt – und das hat seine (meist nachvollziehbaren) Gründe. Für Gärtner stellen vor allem Wühlmäuse gerne ein Problem dar, weil sie schwere Schäden an Stauden, Obstbäumen, Wurzelgemüsen sowie weiteren Nutzpflanzen, aber auch Blumenzwiebeln verursachen. Erfahren Sie in unserem zweiteiligen Artikel, was Sie gegen die ungebetenen Gäste unternehmen können. Teil 1: So identifizieren Sie die Wühlmaus und unterscheiden sie zuverlässig vom unter Naturschutz stehenden Maulwurf.

Kenne Deinen Feind: Aussehen und Merkmale einer Wühlmaus

Wühlmäuse kommen in Asien, Nordamerika und Europa vor. Sie leben bevorzugt in leichten bis mittelschweren Böden, da sie dort einfach Ihre Gänge graben können. Manche Arten fühlen sich auch in Wiesen und auf Bäumen wohl.

Die tag- und nachtaktiven Tiere erreichen je nach Gattung 7 bis 23 cm Länge und wiegen zwischen 80 und 200 g. Ihr kurzer bis mittellanger Schwanz ist nur wenig behaart und die Fellfarbe ist rotbraun oder braungrau, selten auch schwarz.

Typisch für eine Wühlmaus sind flache und längliche, oft mit Wurzeln durchzogene oder Gras bewachsene Erdhaufen. Sie ähneln Maulwurfshügeln, daher besteht Verwechslungsgefahr! Maulwürfe werfen aber immer wieder neue Haufen auf, die auch größer und rundlicher sind. Bei genauerer Beobachtung lassen sich die beiden Tierchen durchaus unterscheiden – das ist auch wichtig, denn der Maulwurf steht unter Naturschutz!

Vor dem Bekämpfen kommt die genaue Bestimmung des Schädlings

Ein einfaches Mittel, um eine Wühlmaus zu identifizieren, ist folgendes: Legen Sie eine Möhre in die Gangöffnung eines Laufgangs. Ist sie angeknabbert, haben Sie es aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer Wühlmaus zu tun.

Es gibt auch optische Unterschiede, die jedoch für den Laien eventuell nicht so leicht zu auszumachen sind: Der Eingang zum Bau liegt bei Maulwürfen meist mittig unter dem Erdhügel, bei der Wühlmaus seitlich versetzt.

Wenn Sie wirklich sicher gehen wollen, empfiehlt sich die sogenannte Verwühlprobe: Legen Sie einen Gang an mehreren Stellen frei (ca. 30 Zentimeter) und warten Sie ab. Wühlmäuse verschließen die Gänge wieder, ein Maulwurf hingegen gräbt darunter einen neuen Weg.

© Fotolia, creativenature.nl, Nr. 170390011

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Verschiedene Methoden der Bekämpfung

Wühlmäuse beschädigen die Pflanzen von unten, indem sie die Wurzeln von Beerenobststräuchern oder junger Obstbäume fressen oder Wurzel- und Knollengemüse oder Blumenzwiebeln anknabbern. Die Schäden nehmen gerne ein beträchtliches Ausmaß an, deshalb kann man die zur Unterfamilie der Wühler gehörenden Tierchen auch nicht gewähren lassen. Verschiedene Bekämpfungsmittel haben sich bewährt:

  • Mausefallen
  • Begasung
  • Geräusche
  • Köder mit Gift
  • Förderung und Aussetzung von natürlichen Fressfeinden.

Es gibt auch zahlreiche Hausmittel (z. B. das Verbuddeln von Hundehaaren), die sich jedoch allesamt nicht als zuverlässig erwiesen haben. Hilfreich kann ein Hochbeet sein, wenn es bei der Errichtung mit einem engmaschigen Gitternetz bestückt wurde.

Mit Expertenwissen auf der sicheren Seite

Wichtig bei der Bekämpfung der lästigen Tierchen ist eine korrekte Diagnose. Bleiben Sie neugierig: Im zweiten Teil klären wir Sie über die gängigsten Bekämpfungsmethoden auf – für einen wunderschönen Garten ohne Störenfriede!

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