Rasengräser in Gefahr: Rasenkrankheiten

Posted on 01. Sep, 2017 by in Gartenpflege

© Fotolia: singjai, Nr. 123511120

© Fotolia: singjai, Nr. 123511120

Regelmäßiges Mähen, Düngen und Aerifizieren des Rasens reichen leider nicht aus, um einen sattgrünen und gesunden Rasenteppich zu genießen. Nicht jeder Gartenbesitzer weiß nämlich, was Typhula-Fäule, Rostpilz oder Rotspitzigkrankheit im Rasen sind. Dazu kommt noch, dass der Rasen sehr oft von ein paar Krankheiten gleichzeitig erwischt wird, welche voneinander schlecht zu unterscheiden sind. Welche typische Rasenkrankheiten es gibt und was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier.

Schneeschimmel

Schneeschimmel gehört zu den gefährlichsten Rasenkrankheiten. Sein Vorhandensein erkennen Sie an braunen Flecken, die etwa 15-20 cm groß sind. Schneeschimmel taucht am meisten im Frühjahr und Spätherbst auf. Morgens bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit lassen sich weiß-pinke Pilzsporen  beobachten und an sonnigen Tagen sogar orangefarbene Flecken. Die Entstehung der Krankheit begünstigen:

  • Kälte und Nässe
  • Schneedecke bei nicht gefrorenem Boden
  • Stickstoffdüngung im frühen Herbst
  • Unkraut und Laub auf dem Rasen

Als vorbeugende Maßnahme gelten Vertikutieren und Sanden der Rasenfläche im Frühjahr, um den Rasenfilz zu reduzieren. Im Herbst dagegen können Sie auf kaliumbetonte Düngung setzen.

Hexenringe

© Fotolia: singjai, Nr. 157134614

© Fotolia: singjai, Nr. 157134614

Hexenringe können die Rasenoptik in einer Nacht komplett zerstören. Dabei handelt es sich um Hutpilze, welche kreisförmig in unterschiedlicher Anordnung aus dem Boden schießen und charakteristische Ringe bilden. Es ist aber kein Hexenwerk, sondern fehlende Nährstoffe im Rasen, welche die Krankheit verursachen. Die beste Schutzmaßnahme ist es, das hartnäckige Pilzgeflecht gar nicht entstehen zu lassen. Ansonsten müssen Sie die Hexenringe mechanisch bekämpfen und diese mit einer Grabegabel zerteilen.

Blattfleckenkrankheit

Die Blattfleckenkrankheit betrifft solche Gräserarten wie Festuca, Lolium perenne und die gewöhnlichen Rasengräser. In den warmen Monaten greift die Krankheit die Blätter an, was man an schwarzen Flecken erkennt. Im Herbst und Frühjahr stattdessen erkrankt meistens der Wurzelhals, wodurch die Pflanze dann abstirbt. Der Blattfleckenkrankheit lässt sich am besten vorbeugen, indem Sie den Rasen regelmäßig mähen und die Mähreste gleich entfernen.

Kronenrost

Kronenrost erwischt am meisten das Deutsche Weidelgras. Orange Sporenhäufchen verteilen sich über die Blätter, was im Endeffekt zum Tod der Pflanze führt. Beim Befall mit Kronenrost bleiben Stängel und Blüten verschont. Die Ursache aller Rostkrankheiten sind Pilze, die bei feuchter Witterung zum Vorschein kommen. Nur mit präventiven Gegenmaßnahmen können Sie diese Krankheit verjagen. Dazu gehören:

  • regelmäßiger Rasenschnitt
  • gute Nährstoffversorgung

Typhula-Fäule

Typhula-Fäule tritt auf, wenn die Temperatur über einige Grade über Null liegt und die Luft sehr feucht ist. Große Temperaturschwankungen, Nebel und Tau bieten dem Pilz die besten Lebensbedingungen an. Er wird durch die beiden Pilzarten Thypula incarnata und Thypula ishikariensis hervorgerufen. Beide Arten kommen oft zusammen vor. Zu hoher pH-Wert des Bodens, zu starke Stickstoffgaben und eventuell fehlende Rasenpflege im Herbst laden die Pilze in den Garten ein. Befallen werden die Blätter, welche grau-braune Flecken bekommen und mit der Zeit zusammengeklebt sind. Im Kampf gegen diese Rasenkrankheit helfen richtige Düngung und das Schnittregime. Die Gräser müssen nämlich genug Kohlenhydrate für den Winter gesammelt haben und normal kurz gemäht werden.

Rhizotonia

Die Gelbfleckenkrankheit ist auf den Mangel an Nährstoffen wie Kalium oder Stickstoff und ungeeignete Bodenverhältnisse zurückzuführen. Es passiert auch, dass der Boden bei hoher Luftfeuchte unter Trockenheit leidet und dadurch anfälliger für Rhizotonia wird. Als Symptome dieser Krankheit zählen: gelbliche Flecken unterschiedlicher Größe. Die befallenen Blätter rollen sich auf und sind auch mit einem weißen Film benetzt. Die einzige Chance, die Gelbfleckenkrankheit zu vermeiden, ist kaliumbetontes Düngen.

Rotspitzigkeit

Die Rotspitzigkeit ist vor allem bei Zierrasen oder Sportrasenflächen zu finden. Diese Pilzerkrankung tritt bevorzugt im Sommer auf. Dabei verfärben sich die Grashalme rot, was in großem Maße zu hoher Feuchtigkeit zu verdanken ist. Das bedeutet zugleich, dass Sie bei dieser Erkrankung nichts vornehmen müssen. Sobald die anhaltende Feuchtigkeit weg ist, erholen sich die Gräser von selber davon.

Teile den Artikel mit anderen:
Artikel via Facebook teilen Artikel via Twitter teilen

Tags: ,

Keine Kommentare bisher.

Diskutiere mit uns! Wir freuen uns über deinen Kommentar!

*