Rasenpflege nach dem Winter – so wird der Rasen wieder fit

Posted on 01. Mrz, 2017 by in Gartenpflege

Rasen 1 Der Winter ist vorbei und jeder Gartenbesitzer wünscht sich eine sattgrüne und schöne Rasenfläche. Allerdings hat die kalte Jahreszeit ihre Spuren auf dem Rasen hinterlassen und es kommen kahle und gelbe Stellen zum Vorschein. 7 Tipps, mit denen Sie den Rasen wieder in die gewünschte Form bringen, lesen Sie im Folgenden.

1. Vertrocknete Gräser durch Vertikutieren entfernen

Schon zeitig im Frühjahr können Sie Ihren Rasen checken: Zwischen den grünen Grashalmen setzen sich auch getrocknete, gelbe und grau-braune Flecken (als Folge von Schneeschimmel) durch. Diese beeinträchtigen das Wachstum von neuen Gräsern und die Wasseraufnahme.

Einen derart geschwächten Rasen stärken Sie, indem er vertikutiert wird. Bei kleineren Flächen können Sie sich mit einer Harke durcharbeiten; bei größeren Rasenflächen empfiehlt es sich jedoch, einen Vertikutierer zu verwenden.

2. Luft an die Grasnarbe bringen

Wenn die Rasengräser und die Graswurzeln zu dicht wachsen (sog. Rasenfilz), brauchen sie eine Frischluftzufuhr durch das Aerifizieren (Rasenlüften). Hier haben Sie wieder zwei Möglichkeiten zur Wahl:

  • spezielle Lüftungsgabel zu verwenden
  • einen Rasenlüfter einzusetzen.

Das Lüften ist eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen des Rasens. Die gelockerten und mit frischer Luft versorgten Gräser lassen das Regenwasser besser abfließen und können mit der richtigen Dosis an Sauerstoff gesund in die Gartensaison einsteigen.

3. Kahle Stellen im Rasen erneuern

Ein schneereicher und besonders kalter Winter fügt dem Rasen die größten Schäden zu. Gerade an den Stellen, wo der Schnee am längsten liegt, kann es dazu kommen, dass diese kahl werden. In dem Falle müssen Sie abgestorbene Rasenteile nachsäen.

Mischen Sie vorher Rasensamen mit Humuserde, damit die Nachsaat gleichmäßig verteilt wird. Auf dem Markt gibt es spezielle Rasenmischungen sowie Bodenstarter, die sich für diesen Zweck bestens eignen. Geben Sie der nachgesäten Fläche den letzten Schliff und wässern Sie reichlich. Nach etwa  anderthalb Monaten sollte der Rasen wieder erholt sein.

4. Regelmäßiges Mähen tut der Grünfläche gut

Mowing or cutting the long grass with a green lawn mower in the summer sunRasenmähen ist nicht nur eine Schönheitspflege, es trägt auch zur gesunden Verdichtung der Rasenfläche bei. Wichtig ist dabei, den Rasen nie weniger als 2,5 cm zu schneiden, weil sonst die Rasengräser abgeschwächt werden und Unkraut schnell durchwächst. Der erste Rasenschnitt erfolgt – je nach Witterung und Qualität des bestehenden Rasens – entweder im April oder im Mai. Danach mähen Sie den Rasen alle 7-10 Tage bis zum Saisonende.

Tipp: Wenn Ihnen Zeitersparnis beim Rasenmähen wichtig ist, dann ist es sinnvoll, sich statt einen traditionellen Rasenmäher einen Mähroboter (Rasenroboter) anzuschaffen. Die meisten Maschinen sind zusätzlich mit einem Mulchmäher ausgestattet, wodurch auch kein Entsorgen von Mähgut notwendig ist.

5. Rasen gießen und düngen

Damit der Rasen schön dicht und gesund wächst, muss er regelmäßig bewässert werden. Wenn Sie über eine große Rasenfläche verfügen, empfehlen wir Ihnen, eine automatische Bewässerungsanlage zu installieren.

Mit der Düngung legen Sie los, sobald die Rasenpflanzen grün werden. Verwenden Sie am besten Rasendünger mit Langzeitwirkung, weil dieser nicht aus dem Boden in die tieferen Erdschichten ausgespült wird. Dadurch stehen die notwendigen Nährstoffe den Rasenpflanzen länger zur Verfügung. Damit das Ganze schneller geht, können Sie auf einen Düngewagen zurückgreifen.

6. Unkraut vom Rasen entfernen

Ein grüner und satter Rasenteppich verträgt sich schlecht mit Unkraut und Wildkraut. Deshalb ist es wichtig, die Übeltäter sofort zu beseitigen, sobald sie sichtbar sind – also noch bevor sie Samen ausbilden. Behelfen Sie sich dabei z.B. mit einem Unkrautstecher und einem Unkrautvernichter, der besonders wirksam ist im Kampf gegen zweikeimblättrige Unkräuter wie Löwenzahn und Klee.

7. Moos im Rasen bekämpfen

Moos im Rasen erscheint überall dort, wo der Boden zu sauer und zu feucht ist sowie an schattigen Standorten z.B. unter Bäumen. Entfernen Sie deshalb alle überschattenden Äste und Zweige und mischen Sie dem zu feuchten Boden ein bisschen Sand bei.

Ein Tipp zum Schluss: Im Fachhandel finden Sie auch Rasen-Dünger für Spezialfälle, z.B. mit Moosvernichter-Funktion!

Bild 1: © bildergala – Fotolia.com
Bild 2: © Brian Jackson – Fotolia.com

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