Garten im Herbst: diese Pflegemaßnahmen stehen an

Posted on 12. Sep, 2016 by in Gartenpflege

© Chepko Danil - Fotolia.com

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Der Herbst ist für jeden Hobbygärtner eine arbeitsaufwändige Jahreszeit, nicht nur in Sachen saisonaler Ernte. Niedrige Temperatur, schwere Regenfälle und allgemeine starke Wetterschwankungen sind ein eindeutiges Zeichen dafür, die herbstlichen Gartenarbeiten einzustellen, um den Garten optimal auf den Winter vorzubereiten. Vor allem Rasenmähen, Gießen, Herbstlaub-Entfernung, Rückschnitt und Winterschutz helfen den Pflanzen, Fröste und Kälte zu überstehen.

Pflanzen aussäen

Herbst bedeutet nicht nur das Ernten im Nutzgarten. Oktober ist nämlich ideale Umpflanz- und Pflanzzeit für viele Stauden, Zwiebelblumen und Gehölze. In dieser Jahreszeit umgetopfte Nadelpflanzen haben die besten Bedingungen,  das Wurzelwerk noch vor den richtigen Frostperioden auszubilden. Es lohnt sich auch, zweijährige Pflanzen und Blumenzwiebeln in die Erde zu setzen, welche im nächsten Gartenjahr für ein Blütenmeer sorgen.

Rasen pflegen

Mit dem Ende des Sommers wachsen die Rasengräser immer langsamer, was aber die herbstliche Rasenpflege nicht ausschließt. Im Oktober müssen Sie nämlich:

  • Herbstlaub regelmäßig entfernen
  • Rasen mähen
  • Rasen mit Nährstoffen in Form vom speziellem Herbstdünger (Kaliumdünger) versorgen
  • Unkraut entfernen

Tipp: Mähen Sie den Rasen im Herbst nicht zu kurz, damit er die Nahrung für die kalte Zeit speichern kann. Vergessen Sie dabei nicht, einen Rasenmäher mit scharfen Messern zu benutzen und das Schnittgut sofort zu beseitigen.

© Anfer - Fotolia.com

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Hecken und Sträucher schneiden

Damit Ihre Hecken im Frühjahr schön üppig wachsen, brauchen sie zweimal im Jahr einen Rückschnitt. Kürzen Sie sie im Oktober ruhig um 10 cm ein. Junge Triebe kommen nämlich in den meisten Fällen mit den Temperaturschwankungen nicht klar und könnten verdorren. Der Heckenschnitt im Oktober schützt die Heckenpflanzen somit vor Frost.

Winterummantelung anbringen

Ende des Gartenjahres bekommen die Pflanzen – vor allem Kübelpflanzen aus wärmeren Klimazonen – einen Winterschutz. Die frostempfindlichen Rosen werden mit Erde angehäufelt und danach mit Fichten- oder Tannenreisig bedeckt. Junge Bäume werden weniger anfällig für Frostrisse, wenn sie Ihnen einen Kalkanstrich gönnen.

Immergrüne Sträucher leiden aufgrund winterlicher Sonneneinstrahlung sehr oft unter Trockenschäden, welche Sie mit Schattiernetzen vermeiden. Die Beete lassen sich ganz bequem mit Laub bedecken, aber nur mit einer dünnen Schicht. Im Gartenhandel finden Sie darüber hinaus:

  • Jutesäcke
  • Wintervlies-Hauben
  • Winterschutzmatten
  • Frostschutz-Übertöpfe
  • Wickelbänder für Stämme

Gemüsegarten winterfest machen

Sobald Sie Ihr Gemüse geerntet haben, können Sie die Gemüsebeete auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Als erstes gilt es, Unkraut zu jäten und danach die Erde z.B. mit Kompost oder Pferdemist ein bisschen zu lockern. Als letztes kommt eine Schutzschicht aus Laub oder Stroh drauf.

Pflanzen überwintern

Die Knollen von Dahlien, Begonien, Gladiolen müssen nach den ersten Frösten ausgegraben werden. Entfernen Sie dabei beschädigte und verschimmelte Blätter und andere Pflanzenteile. Sie überwintern in mit Sägespänen ausgelegten Kisten, weil die Späne die überschüssige Feuchtigkeit gut absorbieren. Das Winterquartier sollte kühl, dunkel und gut belüftet sein, mit einer Temperatur von etwa 10 Grad. Sobald die Temperatur unter 5 Grad fällt, holen Sie exotische Kübelpflanzen ins Haus, in einen hellen Raum. Empfindliche Topfpflanzen können Sie in den Garten einpflanzen oder eine Isolierung aus Styroporplatten bauen.

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