Wühlmäuse im Garten

Posted on 18. Jul, 2016 by in Allgemein

© creativenature.nl - Fotolia.com

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Schermäuse, Feldmäuse, Bisamratten sind die bekanntesten und am meisten gehassten Wühler unter Wühlmäusen. Die Kleintiere wohnen im Garten und bewegen sich durch Tunnel und Gänge, welche sie sich selbst graben. Leider ist die Anwesenheit von Wühlmäusen kein gutes Zeichen. Wühlmäuse sind nämlich Vegetarier und ernähren sich von Samen, Pflanzenwurzeln, Blumenzwiebeln oder Baumrinde. Diese Nager hinterlassen ebenfalls Erdhaufen im Rasen, die im Gegensatz zum Maulwurfshaufen flach und länglich sind. Mit unseren Tipps wird die Schädlingsbekämpfung leichter.

So erkennen Sie Wühlmäuse

Wühlmäuse sind einer der größten Vertreter der Nagetiere, welche sich für den Beutefang in unseren Gärten ansiedeln. Die Wühlmaus ist ein sehr kleines Säugetier, das bis zu 15 cm lang (bis zu 10 cm Körperlänge und 5 cm Länge des Schwanzes) groß ist und tritt im ganzen Land auf. Wühlmäuse bauen ein unterirdisches System von Gängen, das ein komplexes Netzwerk mit mehreren Ausgängen bildet. Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf und sind dadurch das ganze Jahr über aktiv. Im Herbst bauen sie spezielle Winternester. Die Lieblingsnahrung von Wühlmäusen sind Samen, Larven, Insekten, Knospen der Bäume und Sträucher. Im Winter zielen sie auf holzige Pflanzenteile, Früchte und Wurzelstöcke ab.

Manchen Gärtnern fällt es schwer, die Erdhügel der Maulwürfe, welche unter Naturschutz stehen, von Erdhaufen der Wühlmäuse zu unterschieden. Hier können Sie sich mit einer so genannten Verwühlprobe behelfen. Tasten Sie den Boden neben den Hügel mit einem Stab ab, bis er auf einen Gang trifft und einsinkt. Sollte nach ein paar Stunden das Loch verschlossen sein, dann haben Sie Wühlmäuse zu Gast. Ein Maulwurf würde einfach einen neuen Gang an der Stelle graben.

So verhindern Sie die Wühlmausplage

Hausmittel gegen Wühlmäuse

© AR Pictures - Fotolia.com

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Erschweren Sie den Wühlmäusen den Zugang in Ihren Garten und halten ihn immer sauber. Entfernen Sie regelmäßig den Grasschnitt und harken Sie das Herbstlaub. Stellen Sie ebenfalls hohe Stangen auf, damit verschiedene Raubvögel besser die Wühlmäuse jagen können. Solche Pflanzen wie Knoblauch, Kaiserkrone, Steinklee oder Wühlmaulswolfsmilch schrecken zudem die kleinen Schädlinge ab.

Als nächstes umwickeln Sie die Stämme der Obstbäume mit einer Strohmatte oder Drahtkörben eng. Wichtig ist auch, Blumenbeete  häufig umzugraben, Unkraut zu jäten und den Rasen zu mähen. Auf diese Weise schaffen Sie ungünstige Wohnbedingungen für diese Nagetiere und zwingen sie, sich bessere Lebensräume zu suchen.

Wühlmäuse verlassen ebenfalls ihre Löcher, wenn Sie in der Nähe von ihren Tunneln zerkleinerte Knoblauchzehen, Holunderblüten, Minze-Blätter oder Fichtenzweige platzieren.

Die kleinen Schädlinge hassen ebenfalls Lärm. Aus diesem Grund stecken Sie einen kleinen Stock in den Boden und befestigen daran eine leere Plastikflasche oder Aluminiumdose.

Wenn nicht anders geht – chemische Bekämpfungsmittel

Wenn natürliche Methoden fehlschlagen und die Wühlmäuse weiter in Ihrem Garten Schäden anrichten, dann müssen Sie zur Chemiekeule greifen:

  • Installieren Sie einen Maulwurf- oder Wühlmausschreck. Er basiert auf Ultraschallwellen, wodurch die auf Geräusche sensiblen Tierchen vertrieben werden.
  • Im Handel ist eine ganze Menge von verschiedenen Wühlmausfallen (inkl. Lebendfallen oder Zangenfallen) sowie Giftpräparate erhältlich. Die Giftköder benutzen Sie aber nur von November bis März, weil diese in wärmeren Monaten ein Leckerbissen der Maulwürfe sind.
  • Eine sehr effektive und schnelle Methode im Kampf gegen Wühlmäuse ist die Begasung der Tiere. Mit einem speziellen Gerät werden Kohlenmonoxid- oder Phosphorwasserstoff in die Gangöffnung der Schädlinge reingedrückt, wodurch die Wühlmäuse in ihren eigenen Tunnels ersticken.