Zarte Blüten im winterlichen Garten: Christrosen: Tipps zum Pflanzen und zur Pflege

Posted on 11. Nov, 2015 by in Allgemein

christrose 1

© Stefan Körber – Fotolia.com

Wenn der Garten Winterschlaf hält, strotzen die Christrosen – auch als Weihnachtsblume, Weihnachtsrose und Schneerose bekannt – vor Lebenskraft. Diese winterharten Stauden blühen nämlich, je nach Sorte, vom November bis in den April hinein. Ihre weißen, gelben, grünen und sogar roten Blüten beleben die winterliche Gartenlandschaft. Im heutigem Beitrag erfahren Sie, wie man Christrosen pflegt.

Standort und Substrat für Christrosen wählen

Sie können die Christrosen (Helleborus) im Frühjahr oder im Sommer in Abständen von 20-30 cm einpflanzen. Die Blumen gedeihen ganz gut an schattigen bis halbschattigen Plätzen unter Laubbäumen und hohen Sträuchern wie Pflaumenbaum oder Tamarinde. Nadelbäume wären nicht so optimal, weil sie im Winter nicht so viel Licht durchlassen wie laubabwerfende Baum- uns Straucharten. Die hängenden Äste und Zweige bieten zudem einen guten Wind- und Frostschutz in der kalten Jahreszeit. Für diesen Standort spricht auch, dass Christrosen einen kalkhaltigen Boden bevorzugen und Nadelbäume sich besser in der sauren Erde fühlen. Das ist in dem Zusammenhang wichtig, weil die Weihnachtsblumen das Umtopfen schlecht vertragen. Christrosen wachsen auch gut in lehmigen, aber durchlässigen Böden.

Christrosen gießen und düngen

Damit diese Winterblüher viele Blütenknospen ausbilden können, brauchen sie im Sommer genügend Wasser. Schneeblumen kommen mit Trockenperioden nicht gut aus und deshalb müssen sie in dieser Zeit reichlich gegossen werden. Vergessen Sie aber dabei nicht, eine Drainageschicht für das überschüssige Wasser zu machen.

Christrosen brauchen zweimal im Jahr einen richtigen Energie-Kick: Versorgen Sie die Blumen im Frühjahr mit frischen Nährstoffen in Form von Mehrkomponenten-Dünger und  mischen der Erde im Herbst ein bisschen Kompost bei.

christrose 2

© LianeM – Fotolia.com

Weihnachtsblumen vermehren

Die Christrosen lassen sich am besten durch Wurzelteilung vermehren. Der geeignete Zeitpunkt dafür ist Mai und Juni – gleich nach der Blüte. Neue Pflanzen sollte etwa 3-5 Blätter haben und die ganze Zeit feucht gehalten werden. Sie können auch versuchen, Samen zu sammeln und diese sofort auszusäen, weil die Christrosensamen sehr schnell die Keimfähigkeit verlieren. Nach etwa 3 Jahren sind die Blumen reif, aber es kann passieren, dass sich die neuen Pflanzen von der Mutterpflanze eindeutig unterscheiden.

Beliebte Christrosen-Sorten

Die weißblühende Christrose – Helleborus niger – gehört zu den bekanntesten Christrosen-Sorten. Sie blüht je nach Witterung vom Spätherbst bis April. Im Frühling dagegen bringt Helleborus orientalis – sog. Lenzrose – einen orientalischen Touch in jeden Garten. Die Lenzrosen bieten nämlich ein interessantes Blütenspektrum von Weiß bis Dunkelrot an, wo keine Blüte der anderen gleicht. Hellgrüne Blüten von der stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus) lassen sich von Februar bis Juni bewundern. Die Pflanze verdankt ihren Namen dem starken Geruch, der über alkaloidhaltige Wurzeln in den Blättern freigesetzt wird. Die korsische Nieswurz (Helleborus argutifolius) verzaubert mit gelb-grünen Blüten und lederartigen dreigeteilten Blättern,  die sich von Februar bis April blicken lassen.

Krankheiten bei Christrosen

Den meisten Schaden richten bei den Schneeblumen die Pilzkrankheiten an und darunter vor allem die Schwarzfleckenkrankheit. Der Übeltäter heißt Coniothyrium hellebori und bewirkt, dass die Blätter und manchmal auch Blüten schwarz werden. Sie können schon beim Pflanzen der Erde Kalk und Holzasche zugeben, welche die überschüssige Staunässe unterbinden und das Risiko der Infektion mit diesem Pilz vermindern. Die nächste gefährliche Krankheit ist der Grauschimmel, welcher von Botrytis cinerea hervorgerufen wird. Infolge dieser Erkrankung werden die Blätter, Stängel und Blüten mit einem Schimmelrasen überzogen, was zum Absterben der Pflanze führt. Auch Schwarzfäule tritt bei diesen Winterblühern häufig auf. Die Symptome dieser Krankheit sind schwarze Flecken an allen Pflanzenteilen inkl. Wurzelwerk sowie Verformungen der Blätter.

Teile den Artikel mit anderen:
Artikel via Facebook teilen Artikel via Twitter teilen

Keine Kommentare bisher.

Diskutiere mit uns! Wir freuen uns über deinen Kommentar!

*