Kübelpflanzen überwintern – diese Möglichkeiten gibt es

Posted on 11. Nov, 2015 by in Allgemein

© Klaus Rose - Fotolia.com

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Eiskalte Winde und Temperaturschwankungen sind für Balkon- und Kübelpflanzen die größte Gefahr im Winter. Sobald sich Nachfröste ankündigen, sollten Sie sich überlegen, wie Sie Ihre Blumen durch den Winter bringen. Im heutigem Beitrag erfahren Sie, welche Pflanzen für die kalte Jahreszeit eingeräumt werden müssen und welche nur einen Winterschutz brauchen.

Weder Winterschutz noch Überwinterungsplatz

Es gibt Pflanzen, bei denen sowohl Winterschutz als auch Überwinterung überflüssig sind. Einjährige Sorten wie Astern, Studentenblumen oder Männertreu sollten einfach im Frühjahr samt Erde entsorgt werden.

Im Winterquartier herzlich willkommen

Es gibt eine Vielzahl von Kübelpflanzen, die Kälte und Frost hassen und  zur Winterruhe in ein „kuscheliges“ Plätzchen gebracht werden müssen. Zu denen gehören:

  • Knollenbegonie
  • Dahlie
  • Gladiole
  • Heliotrope
  • Oleander
  • Fuchsie
  • Bleiwurz
  • Stechäpfel
  • Engelstrompete
  • Pelargonie
  • Zitruspflanzen
  • Schönmalve
  • Wandelröschen

Um diese richtig zu überwintern, müssen Sie zuerst die Wassergaben im Herbst reduzieren und die meisten Pflanzen zurückschneiden. Danach platzieren Sie die Blumen in einen kühlen, bzw. bei laubabwerfenden Gattungen in einen hellen, Raum wie Kellerräume, Garagen und Treppenhäuser ein, wo die Temperatur bei  5-10 Grad liegt. Lichtliebende Pflanzen fühlen sich dagegen in einem Wintergarten oder Gewächshaus wohl.

© Gina Sanders

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Diese Pflanzen brauchen eine Winterummantelung

Im Freien – auf Balkon oder Terrasse – können alle mehrjährigen Blumen, Laub- und Nadelsträucher sowie Stauden problemlos überwintern. Solange es keinen Schnee gibt, müssen die Pflanzen gegossen werden, so dass das Substrat nie austrocknet. Frostempfindliche Gattungen brauchen natürlich einen passenden Winterschutz sowohl für den Kübel (Wurzelschutz) als auch für die Erdschicht.

Wurzeln gegen Frost schützen

Da der Wurzelballen von Kübelpflanzen sehr klein ist und nur von dünnen Kübelwänden geschützt bleibt, kann er sehr leicht durchfrieren. Aus diesem Grund müssen vorranging die Kübel vor Kälte abgesichert werden. Damit kleine Töpfe und Blumenkästen nicht so viel vom Bodenfrost aufnehmen, legen Sie unter diese Styropor- oder Holzblöcke. Die Seitenwände von Gefäßen wickeln Sie mit Jute, Vlies oder Luftpolsterfolie um. Sie können ebenfalls kleine Töpfe in größere Kübel reinstellen und den auf diese Weise entstandenen Zwischenraum mit Laub oder Zeitungen auffüllen. Das Isolierungsmaterial in ganz großen Gefäßen sollten Sie vor dem Einpflanzen einbauen und einfach den ganzen Kübel beispielsweise mit Styropor auslegen. Es lohnt sich auf, die Erdschicht mit Rindenmulch oder Reisig zu bedecken.

Empfindliche Triebe einhüllen

Zweige von sensiblen Nadelbäumen wie Thuja und immergrünen Sträuchern wie Buchsbaum frieren manchmal leicht durch oder vertrocknen, insbesondere wenn es tagsüber viel Sonnenschein gibt und in der Nacht ein strenger Frost herrscht. In diesem Fall hilft nur eine entsprechende Beschattung, weil diese vor niedrigen Temperaturen gut schützt sowie viel Luft reinlässt und infolgedessen die Schimmelbildung verhindert. Oberirdische Pflanzenteile von Strauchrosen sollten dagegen mit lichtundurchlässigen Materialien (Jute, Papier) vor Frost gesichert werden.

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