Rosen pflanzen – am besten im Herbst: Unsere Tipps

Posted on 27. Aug, 2018 by in Allgemein

Rosen im Herbst pflanzen

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Neben dem Frühjahr (März/April) ist auch der Herbst bestens geeignet, um Rosen im Garten zu pflanzen. Dabei ist die gründliche Vorbereitung des Bodens entscheidend, weil diese ein gutes Anwachsen der frisch gepflanzten Rosen garantiert. Wie eine Herbstpflanzung funktioniert und was Ihre Rosen dabei brauchen, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Richtigen Standort wählen

Rosen lieben sonnige, manche Sorten auch halbschattige Plätzchen. Sie benötigen ca. 4-5 Sonnenstunden am Tag. Platzieren Sie Ihre Rosen nie an Südwänden, weil sie die Sonne stark reflektieren. Dies führt zu Stauhitze und stellt eine Verbrennungsgefahr für die Rose dar.

Zweites Kriterium für die Standort-Wahl: Rosen mögen es luftig, aber ohne Zugluft. Die Blühpflanzen sind Tiefwurzler; deshalb gedeihen sie am besten in tiefgründigem, sandig-lehmigem und nährstoffreichem Boden.

Tipp: Pflanzen Sie Ihre Rosen nicht an Standorten, an denen schon in den Jahren zuvor Rosen wuchsen. Die Böden sind dann ausgelaugt – und das wiederum ist ein Hauptgrund für den Kümmerwuchs der neugepflanzten Rosen.

Pflanzabstände beim Pflanzen beachten

Damit Ihre Rosen ihr Potenzial voll entfalten, brauchen sie ein geeignetes Platzangebot. Zu eng gepflanzte Rosen sehen nicht nur unschön aus, sie gedeihen außerdem nicht gut und sind anfälliger für verschiedene Krankheiten und Schädlinge. Je nachdem, welche Rosensorten Sie in Ihrem Garten haben wollen, müssen Sie jeweils einen entsprechenden Pflanz-Abstand beachten. Hierfür gilt als Faustregel:

  • Kleinstrauchrosen – 40 cm
  • Beetrosen – 30-40 cm
  • Edelrosen – 40-50 cm
  • Kletterrosen – 100-150 cm
  • Strauchrosen/Wildrosen – bei Gruppenpflanzungen 1 m, bei Einzelpflanzung 3 m
  • Zwergrosen – 20-40 cm.
Rosen im Garten

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Wurzelnackte Rosen in Erde setzen

Bevor Sie mit dem Pflanzen loslegen, reinigen Sie die Wurzeln und schneiden Sie beschädigte Wurzelteile oberhalb der Schadstelle ab. Entfernen Sie gleich dabei kranke und abgestorbene Triebe. Anschließend stellen Sie die wurzelnackten Rosen für einen Tag in einen Wassereimer. Nach dieser „Wasserkur“ können Sie die Rosenpflanzen in die Erde setzen.

Heben Sie ein Pflanzloch aus, das ca. 40 cm tief und breit genug sein sollte, damit Ihre Rosen problemlos in jede Richtung ausreichend Platz haben. Jetzt können Sie Ihre Rose im Loch platzieren, so dass die Veredlungsstelle mindestens 5 cm tief unter der Oberfläche ist. Füllen Sie die Erde darauf und drücken Sie diese leicht an. Gießen Sie die frisch eingepflanzte Rose kräftig und direkt auf das Pflanzloch. Sollte die Erde danach absacken, füllen Sie dieser wieder nach. Ein zusätzliches Anhäufeln der Rosen – auch im Frühjahr – schadet nicht, weil es in den meisten Regionen in dieser Zeit noch Bodenfröste gibt.

Containerrosen pflanzen

Beseitigen Sie abgebrochene Triebe und tauchen Sie das Pflanzgefäß für ein paar Minuten ins Wasser, bis keine Luftblasen mehr zu sehen sind. Lockern Sie stark verwurzelte Topfballen auf, z.B. mit einem scharfen Messer. Heben Sie ein Loch (wie oben beschrieben) aus und reichern Sie es mit Kompost oder Humus an. Danach pflanzen Sie die Rose gerade hinein und füllen das Loch mit Erde wieder auf. Zum Schluss wässern Sie Ihre Pflanze kräftig.

Stammrosen einpflanzen

Stammrosen bekommen Sie sowohl als wurzelnackte- und Containerware. Beim Pflanzen ist es wichtig, in das Pflanzloch einen Stützpfahl einzuschlagen, damit die Rosen nicht umknicken. Bei einer Stammrose befindet sich die Veredelungsstelle direkt unterhalb der Krone, gefolgt von einer weiteren Verdickung, die man Zapfenschnittstelle nennt. Diese sollte nämlich ca. 10 cm über der Erdoberfläche liegen und auf keinen Fall unter der Erde. Wenn die Stammrose steht, können Sie diese unterhalb der Krone mit einem Kokosband festbinden.

 

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