Ein bunter Frühlingsgruß auf Ihrem Balkon – Narzissen richtig pflegen

Posted on 24. Apr, 2018 by in Gestaltungs-Tipps

Gelbe Narzissen

© Fotolia, Janina Dierks, Nr. 191223462

Die Narzissen (auch Osterglocken genannt) haben ihren Ursprung auf der Iberischen Halbinsel und gehören zu den sehr pflegeleichten Pflanzen. Sie blühen meist um Ostern herum und kündigen mit ihrem leuchtenden Gelb, Orange, Lila oder Rosa den Frühlingsanfang an. In der Sonne zeigen sie gerne ihre fröhlichen Gesichter und verlocken – auch in der Vase – mit einem angenehmen Duft. Mit den Pflegetipps von dr-garten wachsen Ihre Balkonpflanzen stark und gesund.

Der ideale Standort und Boden

Die Narzissen (Narcissus) stellen keine besonderen Ansprüche an den Standort. In der Sonne zeigen sie sich besonders schön, aber auch ein Plätzchen im Schatten wird akzeptiert. Schützen Sie Ihre Narzissen vor Regen und Wind. Diese Zwiebelblumen mögen Blumenerde, die zusätzlich mit Sand aufgelockert ist.

Den großen Durst in der Blütezeit stillen

In der Blütezeit ist die Osterglocke sehr durstig. Gießen Sie Ihre Pflanzen mehrmals am Tag mit Regenwasser. Kümmern Sie sich unbedingt um einen Abfluss für überschüssiges Wasser, weil Narzissen Staunässe überhaupt nicht vertragen.

Narzissen vernünftig düngen

Verabreichen Sie  Volldünger nur im Frühjahr und direkt nach der Blüte. Ansonsten braucht die Pflanze keine zusätzliche Nahrung. Für einen guten Start Ihrer Blume in die neue Saison können Sie das Substrat direkt mit Kompost anreichern und dann erst im Mai (nach der Blüte) herkömmlich  düngen.

Frühlingsoase selber gestalten: Narzissen vermehren

Sie können Ihre Narzissen entweder durch Abtrennen der Tochterzwiebeln oder durch Samen vermehren. Bei der ersten Methode werden die kleinen Knollen in die vorbereiteten Pflanzentöpfe eingesetzt. Die Samenanzucht ist dagegen nur möglich, wenn Ihre Pflanze keine Hybride ist. Sobald der Stängel weich ist und nach unten herabfällt, schneiden Sie die Samenkapseln ab. Bis die ersten Blüten da sind, können 2-3 Jahre vergehen, weil Narzissen Kaltkeimer sind. Säen Sie die gesammelten Samen in das Pflanzgefäß aus und halten das Substrat bis Herbst feucht. Ganz wichtig bei der Vermehrung durch Samen ist das regelmäßige Entfernen von Unkraut. Machen Sie es vorsichtig, weil Keimlinge wie Grashalme aussehen.

Weiße Narzissen

© Fotolia, PhotographyByMK, Nr. 201578714

Das Pflichtprogramm erledigen: Narzissen jährlich umtopfen

Beim Umtopfen trennen Sie die kleinen Tochterzwiebeln ab und machen in dem neuen Pflanzengefäß eine Drainage mit Kieselsteinen und Lavasplitt. Zum Schluss gießen Sie die etwa 8 cm lange Zwiebel mit einem kalkarmen Wasser.

Narzissen überwintern

Die Narzissen sind ein wenig frostempfindlich, aber sie können auch im Freien den Winter verbringen. Machen Sie in dem Falle im Blumenkasten eine spezielle Vlies-Schicht drauf. Ihre Pflanzen können aber auch drinnen in einem dunklen Raum überwintern.

Pflege der Narzissen nur in Handschuhen möglich

Die Narzissen sind für Mensch und Tier giftig. Der Hautkontakt mit dem Saft dieser Schnittblumen kann zu Reizungen und Allergien führen. Tragen Sie bei jeder Pflegemaßnahme unbedingt Handschuhe!

Bei Krankheiten und Schädlingsbefall richtig agieren

Leider sind Narzissen sehr anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Glasige Stellen auf den Blättern sind durch Blattälchen verursacht. Diese etwa 1mm langen Fadenwürmer verbreiten sich über das Gießwasser und ernähren sich vom Pflanzensaft der Blumen. Nur ein radikaler Rückschnitt der Narzissen sowie eine andere Wasserquelle können diese Infektion stilllegen.

Viele Narzissen sind  von Narzissenfliegen betroffen. Diese Insekten legen Eier und ihre Nachkommen wandern sofort nach dem Schlüpfen zu den Zwiebeln und fressen sie ab. Damit die ungebetenen Gäste wieder verschwinden, tauchen Sie die betroffenen Zwiebeln in 44 Grad heißes Wasser für ca. 4 Stunden ein.

Die Zwiebelbasal-Fäule ist eine Pilzerkrankung, bei der die Narzissenzwiebeln komplett verfaulen. Blätter und Blüten verwelken frühzeitig und Sie können die Krankheit nicht stoppen. In dem Falle müssen Sie Ihre Pflanze endgültig entsorgen.

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