Tulpen – die größten Frühlingsboten richtig pflegen

Posted on 07. Mrz, 2018 by in Allgemein

© Fotolia, Janina Dierks, Nr. 190860155

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Frühling ohne Tulpen im Garten geht gar nicht. Ihre besondere Schönheit, Farbenvielfalt und ihre Turban-ähnlichen Blüten überzeugen jeden Gartenfreund. Die Tulpe ist eine hoch wachsende und recht pflegeleichte Zwiebelpflanze, die Sonnenstrahlen liebt. Sie bedarf während der Blüte regelmäßiger Wässerung und kommt fast ohne Düngung gut zurecht.

Tulpen kommen nicht aus Holland

Auch wenn wir die Niederlande als Heimatland der Tulpen im Kopf haben, stammen Tulpen ursprünglich nicht aus diesem Land: Sie kamen aus dem Iran, Afghanistan und Kasachstan in die Türkei. Sie dienten einst als Schmuck des Turbans der Sultane und daher auch der Name „Tulpe“, was so viel wie Turban bedeutet. Die Blumen (Tulipa) gehören der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) an und umfassen ca. 150 Tulpensorten, welche in Europa, Nordafrika und Zentralasien weit verbreitet sind.

Das perfekte Zuhause

Tulpen gedeihen am schönsten in voller Sonne in einem nährstoffreichen und lockeren Boden, wobei die Pflanzen auch ein Plätzchen im Halbschatten gut vertragen. Der Standort sollte vor Regen und Wind geschützt sein.

Tulpen gießen und düngen

Zu viel Wasser schadet den Blumen – gießen Sie Ihre Tulpen deshalb mäßig, damit sie mit ihren „Füßen“ nicht im Wasser stehen.

Tulpen brauchen fast keine Düngergaben. Es genügt, wenn Sie einmal im Jahr (im Herbst) den Boden mit Kompost oder einem Volldünger versorgen. In der Blütezeit düngen Sie die Pflanzen nur bei Bedarf.

Tulpen-Pflege nach der Blüte

Tulpen im Garten

© Fotolia, Vitalinka, Nr. 187888104

Tulpen vertragen keinen radikalen Schnitt, weil sich in dem Falle Samen bilden und die Kraft aus dem Stiel und den Blättern in die Blumenzwiebeln geht. Entfernen Sie nur verwelkte Blüten (oder auch Schnittblumen), weil am grünen Laub Tochterzwiebeln wachsen und sich die Tulpe so vermehren lässt!

Tulpen sicher überwintern

Sobald die Blätter komplett vertrocknet sind, graben Sie die Tulpenzwiebeln aus. Sie werden kühl und trocken gelagert. Schützen Sie die Zwiebeln vor Feuchtigkeit, weil sie sonst verfaulen.

Alternativ: Winterschutz für Tulpen

Tulpen vertragen zwar frostige Temperaturen, aber nur mit einer richtigen Ummantelung. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie diese mit Erde anhäufen. So verbringen Tulpen die kalte Jahreszeit, um voller Kraft in die neue Gartensaison zu starten.

Tulpen und Tiere

Alle Pflanzenteile der Tulpen sind für Tiere giftig. Fressen Ihre Tiere größere Mengen der Blume, dann treten Magen-Darm-Störungen oder Bauchkrämpfe auf. Besteht der Verdacht einer Vergiftung, sollten Sie Ihre Tiere zum Tierarzt bringen.

Tulpen und Krankheiten

Tulpen sind sehr robuste Pflanzen, die fast nie von Krankheiten heimgesucht werden. Sie leiden aber ab und zu an Zwiebelfäulnis, wodurch sie im Folgejahr nicht blühen.

Bei Pilzbefall oder gegen Zwiebelfäulnis lässt sich nicht viel machen: entfernen Sie die kranken Pflanzen aus der Erde und erneuern Sie das Erdreich rundherum.

Das Perigon: besondere Blütenform

Bei dieser Tulpen-Art ist alles dreifach vorhanden: Staubblätter, Blütenblätter und Kelchblätter. Die Blütenhülle ist mit gleichgestellten Blütenblättern ausgerüstet. Die Blüten sind dann nicht Turban-ähnlich, sondern kelchförmig – eine tolle Augenweide in Ihrem Garten, in der Vase oder im Blumenkasten!

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