Schon im Winter an den Frühling denken: Pflegetipps für die Hyazinthe

Posted on 26. Jan, 2018 by in Allgemein

© Fotolia, ulkan, Nr. 147669743

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Die Hyazinthe (Hyacinthus) verziert unsere Balkone und Gärten mit bunten Blüten und verströmt einen süßen intensiven Duft. Hyazinthen gehören der Familie der Spargelgewächse an und sind sehr beliebte Frühjahrsblüher. Zudem sind sie für Garten-Anfänger sehr gut geeignet, weil sie äußerst pflegeleicht sind. Um ihre relativ kurze Blütezeit von etwa 6 Wochen zu genießen, müssen Sie an den passenden Standort, hohen Wasserbedarf und jährliches Umtopfen denken. Mit unseren Tipps schaffen Sie das problemlos.

Die Hyazinthe schätzt einen hellen Standort und nahrhaften Boden

Diese Zwiebelblumen lassen sich sehr gut in der Sonne sowie im Halbschatten kultivieren. Platzieren Sie aber Ihre Hyazinthe nicht zu dunkel, weil dann die Triebe in die Höhe wachsen und leicht umknicken können. Durchlässige, sandige Erde mit Drainage sorgt für optimale Bodenverhältnisse dieser durstigen Blume.

Viel Gießen und Umtopfen statt Düngen

Regelmäßiges Gießen ist erforderlich, weil die Hyazinthe keine Trockenzeiten verträgt. Halten Sie die Erde stets feucht, aber so, dass keine Staunässe entsteht. Eine angetrocknete Oberschicht der Erde ist ein Zeichen, dass die Pflanze wieder Durst hat.

Tipp: Wenn Sie Ihre Hyazinthe jährlich umtopfen, dann können Sie aufs Düngen verzichten. Ansonsten können Sie der Hyazinthe im Herbst ein bisschen Kompost geben.

Die Hyazinthe überwintert in einem dunklen Raum

Hyazinthen überwintern am sichersten drinnen. Schon nach der Blüte reduzieren Sie die Wassergaben und topfen Ihre Pflanze um. Halten Sie die frische Erde etwa 3 Wochen lang feucht und platzieren Sie die Hyazinthe in einen dunklen Raum. Ab dann müssen Sie nichts mehr machen – die Pflanze sammelt Kraft für die nächste Saison – ohne menschlichen Einsatz.

© Fotolia, malkovkosta , Nr. 188743235

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Hyazinthen vorziehen

Wenn Sie Hyazinthen vorziehen wollen, dann machen Sie das am besten im Winter. Nehmen Sie dafür spezielle Hyazinthengläser und füllen diese so hoch mit Wasser, dass die oben aufgesetzte Blumenzwiebel die Wasserfläche nicht berührt. Decken Sie anschließend Ihr Pflänzchen mit einem Hütchen ab und stellen dann die Hyazinthen-Zwiebel an einen dunklen Ort. Sobald die Wurzeln sichtbar sind, können Sie die Jungpflanzen an einen helleren, aber nicht zu warmen Standort umziehen. Entfernen Sie das Hyazinthen-Hütchen, sobald die Pflanze  zu wachsen beginnt.

Hyazinthen und ein Befall mit Rußtau

Die Blume leidet sehr oft unter einer Pilzerkrankung namens Rußtau. Die betroffene Pflanze bekommt einen dunklen, rußartigen Belag, so dass die Photosynthese beeinträchtigt wird. Entfernen Sie diesen Pilzbelag mit einem feuchten Lappen und ein wenig Spülmittel.

Hyazinthen als giftige Blumen

Hyazinthen gelten als leicht giftige Pflanzen. Calciumoxalat, Salizylsäure und Saponine, die sich in Blüten, Stängeln, Blätter und Zwiebeln befinden, können bei Hautkontakt zu Rötungen, Irritationen und Entzündungen führen. Wir empfehlen Ihnen daher, bei der Pflege der Pflanze Handschuhe zu tragen.

Schöne Hyazinthen-Sorten

Diese Sorten präsentieren sich sowohl im Gartenbeet als auch auf dem Balkon besonders dekorativ und sorgen für kräftige Farbakzente:

  • pinke Anne Marie
  • schneeweiße Antarcticta
  • gelbe Gipsy Princess
  • orangenfarbene Gipsy Quenn
  • lilafarbener Fondant
  • pink leuchtender Jan Bos