Landschaft im Kleinformat: japanischen Garten anlegen

Posted on 11. Dez, 2017 by in Gestaltungs-Tipps

© Fotolia, jpldesigns, Nr. 117623403

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Bach, Teich, Steine, Felsen, Bonsais, Findlinge, Kiesbeet, japanische Azaleen, Rhododendren oder Fächer-Ahorn – das sind typische Gestaltungselemente des japanischen Gartens. Die Idee der japanischen Gärten besteht darin, die Natur im Miniformat so nachzuahmen, als ob die Gärten schon vor Jahren entstanden wären, aber ohne jeglichen (menschlichen) Eingriff. Ein japanischer Garten ist schlicht, elegant und asymmetrisch. Mit unseren Gestaltungstipps holen Sie sich eine fernöstliche Ästhetik in Ihren Garten.

Designobjekte im Japan-Garten

Ein unzertrennlicher Bestandteil jedes japanischen Gartens ist Wasser. Es steht für Leben und Bewegung. Reißende Bäche und Wasserfälle symbolisieren einen Mann und ruhige Teiche eine Frau. Die beiden münden ins Meer, so dass sie eine Einheit bilden. Das Wasser lässt sich auch durch helle Kieselsteine ersetzen.

Steine sind ebenfalls bei der Gartengestaltung nach japanischer Art obligatorisch. Im Gegensatz zu Wasser versinnbildlichen sie die Kraft und Ewigkeit der Natur. Alle benutzten Steine sollten ähnliche  Größe, Form und Struktur haben und am besten hell sein. Verlegen Sie damit Gartenwege, welche harmonisch zwischen Pflanzenbeeten verlaufen und sich nicht kreuzen können. Im japanischen Garten kommen Steine wie Marmor, Schiefer oder Granit zum Einsatz, wobei weißer Kies und Splitt für Gartenwege begehrt sind.

Moos steht für feuchtes Seeklima, eine naturnahe Gartenkunst und frische Akzente im Japangarten. Moose vermitteln in Kombination mit Kiesflächen und Steinen Eleganz und wirken harmonisierend. Damit schaffen Sie den Eindruck, in weit entfernen und bewaldeten Berghängen zu sein.

Tipp: Das Yin Yang-Prinzip findet sich in der japanischen Gartengestaltung. Es verdeutlicht sich durch die Gegenüberstellung von Gegensätzen wie Licht und Schatten, Trocken und Feucht, Hell und Dunkel, hoch und niedrig oder eckig und rund.

Pflanzengestaltung im japanischen Garten

Dominante Farbe im japanischen Garten ist ein sattes Grün, welches durch farbliche Blumenakzente nur betont und sparsam eingesetzt wird. Geeignet sind dezente Pflanzen in Weiß, Rosa und Violett sowie Lilien, Chrysanthemen, Aster, Lotos, Narzissen, Knabenkraut, Anemonen oder Pfingstrosen. Als blühende Sträucher können Sie Magnolien oder Pfeifensträucher pflanzen. Sowohl Gehölze als auch Blumen haben eine symbolische Bedeutung, nämlich den Wandel der Jahreszeiten. Immergrüne Pflanzen wie Buchsbaum oder Stechpalmen stehen für Langlebigkeit und dürfen auf keinen Fall im Japangarten fehlen. In den asiatischen Garten passen darüber hinaus:

  • Kirschbaum
  • Grüner Bambus
  • Bonsai
  • Koniferen
  • Schneeball
  • Quitte
  • Pflaumenbaum

Typen japanischer Gärten

© Fotolia, jpldesigns, Nr. 178281521

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Es gibt verschiedene Stile, in denen japanische Gärten entwickelt werden können. Beachtenswert sind aber vor allem zwei: Tsukiyama und Karesansui.

Tsukiyama

Japanische Gärten im Tsukiyama-Stil sind hügelige Landschaften, die durch Steine dargestellt werden. Bäche und Teiche stehen für Flüsse und Meere. Dieser Stil stammt aus der Muromachi-Zeit und man kann ihn heute in den Gärten von Tenryū-ji, Ginkaku-ji und Saihō-ji bewundern.

Karesansui

Als Karesansui-Stil bezeichnet man einen Trockengarten. Hier kommen Kies (See), Sand (Dünen) und Steine (Insel) zum Einsatz. Ein solcher Garten ist ein Zen-Garten, der eine perfekte Umgebung zum Meditieren schafft.

Details im japanischen Garten

Die asiatische Gartenkunst umfasst neben Designobjekten auch Elemente der kleinen Architektur, die das Gesamtbild des Japangartens abrunden. Sorgen Sie deshalb dafür, dass beispielsweise Pagoden, Wasserschalen, Holzbrücken, Gartenlauben oder Steinlaternen in Ihrem Garten seinen Platz haben.

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