Glockenförmiger Farbenteppich für halbschattige Balkone: so pflegen Sie Ihre Glockenblume richtig

Posted on 10. Nov, 2017 by in Balkontipps

© Fotolia, vivoo, Nr. 114352807

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Die Glockenblume (Campanula) ist eine vielseitige Pflanze. Man unterscheidet zwischen 300 bis 450 Glockenblumenarten. Halbschattiger Standort, hoher Wasserbedarf sowie regelmäßige Düngung in der Blütezeit sind nur einige Regeln, die Sie bei der Pflege dieser Frühblüher berücksichtigen sollten.

Glockenblumen sind für nahezu jede Gartengestaltung einsetzbar

Glockenblumengewächse (Campanulaceae) sind typische Sommerblumen, die in keinem Garten in den Sommermonaten fehlen sollten. Die meisten Glockenblumenarten sind sommergrüne Stauden, wobei sich diese pflegeleichten Pflanzen ebenfalls für die Kübelhaltung als Steingartenpflanzen oder als Bodendecker perfekt eignen. Mit Glockenblumen können Sie auch schöne Hängepolster in Ihren Blumenampeln zaubern.

Standort- und Substratwahl

Glockenblumen vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung. Der Standort sollte zudem luftig und hell sein. Kultivieren Sie Ihre Blumen in einer handelsüblichen Blumenerde. Diese sollte nährstoffreich, humushaltig und gut wasserdurchlässig sein.

Permanente Feuchtigkeit gefragt

In der Wachstumsphase sowie in der Blütezeit gießen Sie die Glockenblume reichlich, so dass der Topfballen die ganze Zeit feucht ist. Die Glockenblume ist eine der wenigen Pflanzen, die einkalkhaltiges Wasser verträgt. Sie können daher Ihre Glockenblume mit ganz normalem Leitungswasser gießen – das macht ihr nichts aus. Auch in der Winterpause wässern Sie diese durstigen Pflanzen alle 14 Tage.

Nährstoffbedarf befriedigen

Glockenblumen wachsen relativ schnell und brauchen deshalb entsprechende Nahrung. Von April bis Mai (Blütezeit) düngen Sie sie einmal wöchentlich mit einem mineralischen Langzeitdünger für Blühpflanzen. Verwenden Sie aber nur die Hälfte der auf der Packung angegebenen Menge. In der Winterzeit brauchen die Blumen keine Düngung.

© Fotolia, serkan52, Nr. 179057078

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Im Sommer gleichmäßig warm, im Winter kühl

Die Blüten der Glockenblumen vertragen keine hohen Temperaturen. Bei über 19 Grad können ihre Blüten sehr schnell verwelken. Achten Sie besonders im Sommer darauf, dass die Pflanze nicht so viel pralle Sonne abbekommt. Im Winter brauchen die Glockenblumen ihre Ruhezeit bei niedrigen Temperaturen. Die ideale Temperatur liegt bei 7-10 Grad, aber auf keinen Fall mehr.

Vermehren der Glockenblume

Im Frühjahr schneiden Sie 8 cm lange Stecklinge mit drei oder vier Blattpaaren ab. Handeln Sie dabei vorsichtig, weil die Triebe und Blattstiele der Glockenblume sehr brüchig sind. Machen Sie eine gut angefeuchtete Mischung aus Torf und scharfem Sand und stecken Sie Ihren Steckling hinein. Bedecken Sie den Topf mit Plastikfolie und stellen den Steckling an einen hellen Standort, mit Temperaturen um 20 Grad. Nach etwa 20 Tagen sind die Wurzeln da und der Steckling kann in normale Kulturerde umgezogen werden. Gießen Sie die Jungpflanze ca. 2 bis 3 Wochen und kultivieren die ausgewachsenen Pflanzen wie normale Exemplare weiter.

Die empfindliche Glockenblume im Kampf mit Schädlingen und Krankheiten

Glockenblumen sind leider gegen verschiedene Schädlinge und Krankheiten empfindlich. Den Befall mit Schmierläusen beobachtet man immer öfter. An den Blättern ist ein kleines, weißes, an Wattebäusche erinnerndes Gespinst zu sehen. Isolieren Sie die kranke Pflanze und behandeln sie dann mit Niem-Öl-haltigen Pflanzenschutzmitteln.

Die rote Spinne ist auch ein Feind der Glockenblumen. Die befallenen Blätter bekommen helle bis gelblich weiße Flecken. Bei der Bekämpfung dieses Pflanzenschädlings haben sich sog. Akarizide als besonders wirksam erwiesen.

Obwohl diese Pflanzen die Feuchtigkeit lieben, können bei ihnen verschiedene Pilzkrankheiten, insbesondere der Grauschimmel auftreten. In dem Falle kultivieren Sie Ihre Pflanze etwas trockener und bei geringerer Luftfeuchtigkeit. Zudem gehen Sie gegen diesen Pilz mit einem Fungizid vor.

Gelbe Streifen, Ringe oder Zickzacklinien sind typisch für den sog. Mosaikvirus. Dieser Virus überträgt sich auf andere Pflanzen und deshalb müssen Sie die betroffene Glockenblume gleich entfernen.

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