Krankheiten bei Geranien erkennen und bekämpfen

Posted on 13. Okt, 2017 by in Gartenpflege

© Fotolia, onepony, Nr. 133925325

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Geranien – auch Pelargonien genannt – sind beliebte Garten- und Balkonpflanzen. Derzeit gibt es etwa 250 Arten von Pelargonium. Die schönen Dauerblüher unterscheiden sich in Form, Farbe und Pflegebedürfnissen. Die meisten Geranien-Krankheiten sind auf Pflegefehler zurückzuführen. Zu viel oder zu wenig Wasser, Staunässe, falsches Düngen, zu viele Pflanzen in einem Blumenkasten, zu starker Rückschnitt – all das beeinflusst das Aussehen und die Gesundheit von Geranien. Wie Sie Geranien in Form halten und welche Krankheiten ihnen am meisten zu schaffen machen, lesen Sie heute.

Falsche Pflege provoziert Krankheiten und Schädlinge

Die Basis für gesunde Geranien ist angemessenes Gießen der Pflanzen und eine durchdachte Pflanzendichte. Viele Hobby-Gärtner vernachlässigen den richtigen Abstand beim Einpflanzen, so dass Pelargonien sehr oft zu eng in Blumenkästen oder Blumenampeln eingesetzt werden. Ebenso wichtig ist es, abgeblühte oder verwelkte Blütenstände, verklebte Blattränder oder dürre Blätter regemäßig zu entfernen und eventuell Unkraut zu jäten. Sollten Sie diese Pflegemaßnahmen versäumen, kommt es in den meisten Fällen zu Schimmelbildung und Fäulnis, was wiederum Schädlinge wie Thripse, Blattläuse und Spinnmilben magisch anzieht.

Pilzkrankheiten

Graufäule (Grauschimmel) tritt als Folge übermäßiger Bewässerung oder zu stark betonter Stickstoffdüngung auf. Auf den Blättern der erkrankten Pflanzen bilden sich dunkle Flecken, die sich mit der Zeit vergrößern und die ganze Pelargonie lähmen. Die Blätter sind noch zusätzlich mit einem gräulichen, mehligen Belag überzogen. Die Ursache dieser Krankheit ist mangelndes Licht oder unsachgemäße Pflege.

Blattfleckenkrankheit erkennen Sie sofort an gelblichen Flecken an den Blättern. Später können die infizierten Blätter dunkle Ränder und auch Löcher aufweisen. In dem Falle bleibt nichts anderes übrig, als befallene Pflanzenteile zu entfernen.

Geranienrost (Pelargonienrost) ist eine Pilzinfektion, welche die Blätter gelb und dann braun verfärbt. Diese Krankheit macht sich vor allem im Sommer bemerkbar. Der Rost braucht nämlich Wärme und eine hohe Luftfeuchtigkeit, um sich entwickeln zu können. Als Gegenmaßnahmen gelten: Blattfeuchte vermeiden und Luftfeuchte senken.

Beim Mehltau handelt es sich um den falschen und den echten Mehltau, welche sich über Sporen verbreiten. Der echte Mehltau überzieht die Oberseite der Blätter mit einem mehlartigen Belag,welcher sich zu Beginn der Krankheit leicht auswischen lässt. Im fortgeschrittenen Stadium sind Knospen und Triebspitzen ebenso betroffen. Der falsche Mehltau ist nichts anderes als rötlich-violette Flecken an der Blattoberseite.

Bakterienkrankheiten

Bakterienwelke verursacht ölige und durchsichtige Stellen auf den Blättern. Betroffene Stellen welken, verfärben sich schwarz und führen dadurch zum Absterben der Geranie.

© Fotolia, leszekglasner, Nr. 174030080

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Bakterienwelke ist meistens bei der Aufzucht in der Pflanze schon vorhanden, wobei diese Erkrankung nicht ausbrechen muss. Passen Sie aber auf, dass infizierte Geranien keine Nachbarschaft zu anderen Pflanzen haben, weil sich die Bakterienwelke sehr gerne auf andere Blumen ausbreitet.

Viruskrankheiten

Gelbfleckenkrankheit an Geranien ist sehr schwer zu bekämpfen. Wie der Name der Krankheit schon vermuten lässt, geht es hier um gelbe und sternförmige Pusteln. Dabei wird das Blattgewebe beschädigt und so ausgefranst, dass man den Eindruck bekommt, dass die Pflanze von Schädlingen befallen wurde. Infizierte Pflanzenteile hören sofort auf zu wachsen und werden vollständig deformiert.

Korkflecken an Hängepelargonien

Sobald kühlere Temperaturen insbesondere Hängegeranien erreichen, bekommen sie  größere, unregelmäßige, gelblich-braune bis graue Flecken. Das zeigt, dass es ihnen entweder zu kühl, zu feucht oder das Substrat zu nass ist. Korkflecken bilden sich auch, wenn Sie warme Blätter mit kaltem Wasser übergießen. Korkwucherungen stellen keine Lebensgefahr für Geranien dar. Es reicht, wenn Sie nur die Wassergaben ein wenig reduzieren.

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