Hortensie – bunte Schönheit im Schatten pflegen

Posted on 13. Okt, 2017 by in Allgemein

© Fotolia, Roxana, Nr. 96299979

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Hortensien (Hydrangea) sind blühfreudige Pflanzen, die sehr lang als altmodisch galten. Zu den beliebtesten Sorten gehören hierzulande Bauernhortensie, Tellerhortensie, Samthortensie, Rispenhortensie, Kletterhortensie, eichblättrige Hortensie oder Schneeballhortensie. Hortensienbesitzer können die Schönheit ihrer Pflanzen mit richtiger Pflege jahrelang genießen. Wir haben ein paar Pflege-Tipps für Sie parat.

Schattig und kühl

Hortensien fühlen sich besonders wohl im kühlen Schatten. Sie sollten aber dabei windgeschützt gehalten werden. Es gibt auch Sorten, wie z. B. Rispenhortensien oder eichblättrige Hortensien, die die Mittagssonne problemlos vertragen. Hortensien gedeihen richtig gut im nährstoffreichen, humosen, durchlässigen und leicht sauren Boden.

Den enorm großen Durst löschen

Hortensien sind absolute „Wasserliebhaber“. Bei trockenem Wetter müssen Sie die Pflanzen regelmäßig gießen. Hortensien bevorzugen als Gießwasser Regenwasser, weil es nicht so viel Kalk enthält wie Leitungswasser. Zu vermeiden ist auch Staunässe (besonders bei der Topfhortensie).

Richtige Nahrung ist wichtig

Sie sollten Ihre Hortensien mit stickstoffbetontem Volldünger mit wenig Phosphor düngen. Sie finden auch im Handel spezielle Hortensiendünger, wobei Sie auch Dünger für Rhododendron und Azaleen verwenden können. Weniger geeignet sind aber die meisten Blaukorn-Dünger, weil sie einen hohen Phosphorgehalt aufweisen. Zu viel Phosphor macht sich besonders bei der blauen Blütenfarbe der Pflanzen bemerkbar, so dass die Pink-Farbe der Blüten wieder erscheinen kann. Pflanzen in Kübeln düngen Sie zwischen April und August alle 1-2 Wochen.

Schneiden – ja oder nein?

Ob ein jährlicher Rückschnitt notwendig ist, hängt von der jeweiligen Sorte ab. Bei Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) und Kletterhortensien schneiden Sie nur abgestorbene und erfrorene Triebe ab, weil sie sonst im Folgejahr nicht so üppig blühen. Größere Schnittmaßnahmen sind dafür bei Rispenhortensie, bei der eichenblättrigen Hortensie oder Waldhortensien nötig. Ihr Styling-Einsatz wird dann wieder mit voller Blütenpracht im nächsten Frühling belohnt.

Für neuen Nachwuchs sorgen

Hortensien lassen sich ganz einfach durch Stecklinge vermehren:

  • im Juli neue Triebe abschneiden und kurze Stücke machen
  • an jedem Ende sollte sich ein Blattpaar befinden
  • Blätter unten entfernen und oben in der Mitte durchschneiden
  • so vorbereitete Stücke in bewässerte Anzuchterde stecken, mit Folie abdecken und in einen schattigen Standort stellen
  • täglich lüften und gießen
  • die ersten Wurzeln sind schon nach 14 Tagen zu sehen.

Wenn genug Wurzeln vorhanden sind, setzen Sie die Pflänzchen einzeln in Töpfe um. Den ersten Winter verbringen die jungen Pflanzen in der Wohnung. Sobald der Frühling kommt, können sie ins Freie umgepflanzt werden.

Die Winterzeit gut durchstehen – kein Problem

Die meisten Hortensien sind winterhart. Wir empfehlen aber einen kleinen Winterschutz mit Reisig zu machen. So werden die Triebe nicht erfrieren. Dadurch wird auch ein schöner Austrieb im Folgejahr gefördert. Das gilt aber nur für Hortensien, die in einem Kübel ab 30-40 cm Durchmesser gehalten werden. Pflanzen in kleineren Töpfen und Blumenkästen sollten an einem kalten und frostfreien Standort (bei 3-5°C) überwintern.

© Fotolia, adisa, Nr. 141413243

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Ungebetene Gäste bei Hortensien bekämpfen

Hortensien werden sehr selten von Schädlingen überfallen. Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben sind nur gelegentlich zu Gast. Die Pflanzen bleiben aber leider nicht verschont. Typische Hortensienerkrankungen sind Chlorose  (Hellgelb- bis Grünfärbung der Blätter) und echter Mehltau. Die Chlorose ist leicht zu bekämpfen, indem Sie einen Dünger nehmen und ein bisschen saure Erde beimischen. Beim Mehltau hilft eine Behandlung mit einem professionellen Pflanzenschutzmittel – fragen Sie einfach in einem Gartenmarkt nach.

Hortensien blaufärben und blauerhalten

Einige Sorten der Garten- oder Tellerhortensien können bei entsprechenden Bodenverhältnissen blau blühen. Entscheidend für blaue Blüten sind der pH-Wert und das Aluminiumvorkommen. Blaue Hortensien brauchen denselben pH-Wert wie Rhododendron. Ist der Boden sauer, dann klappt es mit der Blaufärbung ohne zusätzlichen Aufwand. Sollte der Boden alkalisch sein, dann machen Sie ein Loch im Topf oder Kübel und befüllen es mit Rhododendronerde. Sie können auch Hortensienblau (im Gartencenter zu erwerben) oder Kalialaun (Alaun in der Apotheke erhältlich) zugeben. 1-2 Esslöffel Alaun streuen Sie einfach im Frühjahr um die Pflanze. Bei der Verwendung vom Hortensienblau beachten Sie die Angaben auf der Verpackung.

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