Die beliebteste Palmlilie für Ihren Balkon: Eine Yucca-Palme richtig pflegen

Posted on 01. Sep, 2017 by in Gartenpflege

© Fotolia: draw05, Nr. 129694067

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Die Yucca-Palme gehört aus botanischer Sicht zu der Familie Spargelgewächse (Asparagaceae), auch wenn sie Palmen sehr ähnelt. Dicker, runder Stamm, kräftig wachsende Kronen und großes, sattgrünes Blattwerk machen sie zu einer der beliebten Balkon- und Zimmerpflanzen. Auch wer keinen grünen Daumen hat, kommt mit der Pflanzenpflege gut zurecht.

Hell und sonnig muss es sein

Die meisten Yukka-Arten bevorzugen viel Sonne. Es gibt aber einige Arten, die im Halbschatten und sogar im Schatten gut aufgehoben sind. Palmlilien vertragen jedoch keine pralle Sonne. Etwas Wind stört die Pflanze nicht. Bei hohen Temperaturen freut sie sich über eine Abkühlung.

Durchlässiges Pflanzsubstrat bevorzugt

Ein gutes Substrat ist für die Pflanze sehr wichtig. Beim Einpflanzen können Sie eine normale Pflanzenerde oder Palmenerde nehmen. Sie sollte gut durchlässig sein. Die obere Erdschicht können Sie mit Sand, Kompost oder Kies bereichern. Sie können Ihre Yucca-Palme ebenfalls in Hydrokultur halten.

Tägliches gießen: nein, danke

Die Yuccas können über lange Zeiträume das Wasser in ihrem Stamm speichern. Häufiges Gießen ist von daher nicht erforderlich. Nur die Yuccas, die an einem sonnigen Standort stehen, und wenn der Sommer richtig trocken und warm ist, sollten recht häufig gegossen. Die Pflanze hasst Staunässe. Das Gießwasser kann viel Kalk enthalten, weil die Pflanze hohe pH-Werte liebt. Gießen Sie Ihre Pflanze 1-2 Mal die Woche leicht oder tauchen Sie sie alle zwei Wochen im Wasser ein. Im Winter wässern Sie Ihre Yucca alle 5 Wochen einmal kräftig.

© Fotolia: JackF, Nr. 168865774

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In der Wachstumsphase düngen

Als Kübel-Pflanze auf dem Balkon sollte die Yucca während der Wachstumsphase einmal in der Woche (weniger schadet es auch nicht) gedüngt werden. Beim Düngen gilt: je mehr Sie düngen, desto größer wird die Pflanze. Zum Düngen verwenden Sie einen beliebigen Volldünger oder Palmendünger, der an Kalk, Magnesium und Kali reich ist.

Auf das Aussehen achten: Yucca kürzen

Das gelegentliche Ausdünnen, sowie das Abschneiden der Blätter gehört zum Pflege-Standardprogramm von März bis Mitte Mai. Die Schnittstelle muss nicht versiegelt werden. Unser Tipp: die Schnittstellen können Sie auch beim Vermehren mit Wundverschluß, Baum- oder Kerzenwachs verschließen.

Im Frühling für den Nachwuchs sorgen

Die beste Zeit, um die Yuccas zu vermehren, ist der Frühling. Die Vermehrung erfolgt durch die Kopfstecklinge oder durch Abmoosen.

Kopfstecklinge gewinnen Sie, in dem Sie die ca. 20-30 cm langen Triebe mit einem scharfen Messer abschneiden. Alternativ können Sie eine Säge nehmen. Machen Sie es am besten in Handschuhen, weil die Blätter der Yucca sehr scharf sind. Die Stecklinge stellen Sie in ein Glas mit Wasser: die Blätter dürfen nicht untergetaucht sein, weil sie sonst faulen werden. Nach ca. einem Monat sind die Wurzeln nachgewachsen und das Gewächs kann eingepflanzt werden.

Durch Abmoosen werden Stammstücke abgeschnitten. Markieren Sie dabei die Ober- und Unterseite, so dass Sie während der Vermehrung auch wissen, welche Seite wohin gehört. Das abgeschnittene Stammstück stecken Sie in einen mit Erde gefüllten Blumentopf. Bedecken Sie dabei etwa 1/3 des Stammes mit Erde. Gießen Sie den Topf und machen eine Folienschicht drauf. Nach etwa einem Monat bewurzeln die ersten Triebe und die Folie kann abgenommen werden. Geben Sie bei der Weiterkultivierung der jungen Pflanze ein wenig Dünger.

Yuccas überwintern

Frost- und winterharte Yuccas wie z. B.: Yucca glauca, filamentosa und flaccida überwintern draußen. Die meisten Yucca-Arten verbringen den Winter in einem hellen, geschlossenen Raum mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad. Lüften Sie ab und zu das Winterquartier und gießen eher selten (je tiefer die Temperatur ist, desto seltener sollte gegossen werden).

Krankheiten und Schädlinge bei Yuccas

Die Blätter der Yuccas vergilben, wenn sie zu wenig Licht bekommen. Bei niedriger Luftfeuchte werden die Blattspitzen trocken. So verbreiten sich sehr rasch Spinnmilben. Auch Schild- und Blattläuse sind oft zu Gast. Die Palmlilie kann auch von einem gefährlichen Schädling, nämlich von einem Triebbohrer, überfallen werden. Die Larven fressen das Stamminnere, bis die Blätter gelb werden und die ganze Pflanze abstirbt.

Mehlartige Beläge auf der Blattoberseite deuten auf Gallmilben hin. Diese winzigen Insekten stechen tausende von Pflanzenzellen und saugen den ganzen Pflanzensaft, wodurch die Yucca ihre vitale Kraft verliert.

Um allen diesen Krankheiten vorzubeugen, halten Sie Ihre Yuccas an einen hellen, aber nicht zu warmen Platz. Ansonsten gibt es im Fachhandel zahlreiche Sprays, mit denen Sie betroffene Pflanzen besprühen können.

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