Robuste Pflanzen für den Schattengarten

Posted on 07. Aug, 2017 by in Gestaltungs-Tipps

© Fotolia, Barbara Helgason, Nr. 84417882

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Obwohl schattige Gärten mit Mangel an Farben und Pflanzen assoziiert werden, muss es überhaupt nicht so sein. Es kommt nur auf die durchdachte Auswahl der Schattenpflanzen an. Egal für welche Staudengärtnerei Sie sich entscheiden, finden Sie passende Stauden und Sträucher für schattige oder halbschattige Gartenecken. Zur Wahl stehen vor allem: Pflanzen mit kleinen und großen Blättern, Blumen mit sichtbaren Mustern und Texturen oder aufrechte und hängende Pflanzen.

Merkmale von schattigen Gärten

In den schattigen Bereichen des Gartens ist der Boden vorwiegend feucht und erwärmt sich auch an Sommertagen langsam. Solche Bedingungen vertragen die meisten Pflanzen nicht, was Sie bei der Pflanzung unbedingt beachten müssen. Pflanzen, die an ungeeigneten Standorten gepflanzt werden, blühen deutlich langsamer, bekommen blasse Blätter und schwache Triebe und sind anfälliger für Schädlinge und Krankheiten.

Der Schattengarten muss aber nicht schlecht aussehen. Es reicht, wenn Sie schattige Standortbedingungen in Kauf nehmen und Ihre Gartenideen danach richten. Setzen Sie dabei auf Stauden, die üppig wachsen und gleichzeitig auch nicht so viel Sonne benötigen. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass der Garten im Schatten oder Halbschatten nicht so oft bewässert werden soll. Es lohnt sich, große Bäume auf dem Grundstück zu haben, weil diese Sauerstoff liefern und vor Wind schützen.

Schattenpflanzen an den Standort anpassen

In den Schattengarten dürfen nur Pflanzen, welche mehr oder weniger Lichtmangel tolerieren. Entgegen dem Anschein ist die Gruppe von Schattenpflanzen nicht so klein. Am besten blühen Sorten, deren Vorfahren ihren Ursprung im Wald oder am Waldrand haben. Damit Sie wirklich Ihren Schattengarten kennen, werfen Sie einen Blick zu unterschiedlichen Tageszeiten darauf,sowohl bei sonniger als auch bewölkter Witterung. Nur so können Sie genau bestimmen, ob die Sonne eher am Vor- oder Nachmittag scheint. Die Nachmittagssonne trocknet den Boden mehr aus als am Morgen, was die Wahl der Pflanzen beeinflusst. Auf der Ostseite des Gartens fühlen sich die typischen Schattenpflanzen am besten. Auf der Westseite dagegen brauchen die Pflanzen mehr Tageslicht und weniger Wasser. Für den Schatten eignen sich einige Bodendecker, typische Schattenstauden, Schattensträucher sowie Kletterpflanzen und nicht allzu große Bäume.

Schattenstauden

© Fotolia, Eileen Kumpf, Nr. 108102573

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Schattenstauden sind anspruchslos und wachsen recht schnell. Als absolut schattenverträglich zählen:

  • Busch-Windröschen (Anemone-nemorosa)
  • Elfenblume (Epimedium)
  • Funkie (Hosta)
  • Schaumblüte (Tiarella cordifolia)
  • Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum)
  • Johanniskraut (Mannsblut, Hypericum androsaemum)
  • Silberblatt (Lunaria rediviva)
  • Großes Salomonssiegel (Polygonatum biflorum)
  • Lanzen-Silberkerze (Cimicifuga racemosa)
  • Gedenkemein (Omphalodes verna)
  • Gefleckte Taubnessel (Lamium maculatum)
  • Bergenie (Bergenia cardifolia)
  • Prachtspiere (Astilbe)
  • Christrose (Helleborus niger)
  • Roter Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • Hainblume (Nemophila)
  • Akelei (Aquilegia)
  • Leberblümchen (Hepatica nobilis)
  • Eisenhut (Aconitum)
  • Lerchensporn (Corydalis)
  • Götterblume (Dodecatheon)

Kletterpflanzen

Rankpflanzen schaffen praktische, geschützte Grünflächen. Wichtig ist dabei, dass sie entsprechende Rankhilfen wie Rankgitter dabei brauchen. Für den Schatten eignen sich:

  • Efeu (Hedera helix)
  • Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris)
  • Waldrebe (Clematis)
  • Geißblatt (Lonicera japonica)
  • Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla)

Kleine Bäume und Sträucher

Im Schattengarten dürfen Zierbäume und Sträucher nicht fehlen. Zu diesen gehören vor allem:

  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Strauch-Rosskastanie (Aesculus parviflora)
  • Felsenbirne (Amelanchier)
  • Buchsbaum (Buxus)
  • Seidelbast (Daphne)
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