Schädlinge an Zimmerpflanzen bekämpfen – so werden Sie ungebetene Gäste los

Posted on 01. Jun, 2017 by in Allgemein

 

© imnoom - Fotolia.com

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Pflanzenschädlinge können viele verschiedene Zimmerpflanzen befallen. Die meisten von ihnen lauern trotz sorgfältiger Pflege auf unterschiedlichen Pflanzenteilen – und starten meist im Winter einen massiven Angriff. Warum das so ist und wie Sie rechtzeitig handeln, lesen Sie in unserem Blogbeitrag.

Der größte Feind jeder Pflanze: Spinnmilben

Spinnmilben sind winzig kleine, weiße, gelbgrüne oder rote Spinnentiere mit vier Beinpaaren und einer Länge von etwa 1 mm. Spinnmilben befallen Zimmer- wie auch Kübelpflanzen im Garten und auf dem Balkon in gleichem Maße. Das Vorhandensein der Übeltäter erkennen Sie an gelblichen Flecken auf Blattunterseite. Mit der Zeit vergilben die Blattränder und vertrocknen. Die zweite „Waffe“ der Spinnmilbe sind ihre feinen Gespinste, mit denen sie am liebsten Triebspitzen überzieht.

Tipp: Checken Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf einen möglichen Befall und nehmen Sie alle Pflanzenteile wortwörtlich unter die Lupe!

Spinnmilben lieben außerdem trockene Luft. Regelmäßiges Besprühen der Topfpflanzen mit Wasser reduziert das Risiko vom Spinnmilbenbefall. Sobald die kleinen Spinnentierchen sichtbar sind, duschen Sie diese mit hartem Wasserstrahl ab. Sie können betroffene Pflanzen alternativ mit einer Lösung aus Schmierseife, Spiritus und Wasser kräftig einsprühen.

Thripse: Schadbild und Bekämpfung des Schädlings

Thripsen (auch Fransenflügler genannt) sind eine Insektengruppe, die mehrere tausend Gattungen weltweit umfasst. Vor allem in Mitteleuropa verbreitet sind

  • Frankliniella occidentalis
  • Frankliniella intonsa
  • Thrips tabaci („Zwiebelthrips“)
  • und Parthenothrips dracaenae

Viele exotische Pflanzen schleppen Thripsen ein. Es handelt sich dabei um ca. 1-2 mm lange Insekten, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Um zu prüfen, ob kleine Tierchen an Ihren Pflanzen fressen, legen Sie ein Blatt Papier unter den Topf und schütteln Sie die Pflanze. Kommen winzige, langgestreckte, gelbliche oder bräunliche Plagegeister zum Vorschein, dann sind Thripsen bei Ihnen zu Gast.

Fransenflügler leben vom Zellsaft von Zimmerpflanzen wie

Den Befall entdecken Sie, sobald winzige Punktflecken auf Blattoberfläche erscheinen. Die Bekämpfung ist ähnlich wie bei Spinnmilben: Duschen Sie die Pflanzen gründlich ab und sprühen Sie sie mit einer Schmierseifenlösung ein.

Besonders lästige Schädlinge: Trauermücken

© VRD - Fotolia.com

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Trauermücken sind kleine, schwarze Fliegen, die sich auf der Substratoberfläche ausbreiten: Das organische Material im Substrat ist eine Nahrungsquelle für ihre Larven. Die Larven fressen wiederum die feinen Haarwurzeln und können dadurch an kleineren Pflanzen Schäden anrichten. Um den lästigen Schädling loszuwerden, müssen Sie die betroffenen Pflanzen umtopfen und dabei am besten auf Torf verzichten, weil die Larven ihn besonders lieben. Alternativ bedecken Sie die Erde im Kübel mit einer Sand- oder Kiesschicht.

Erwachsene Fliegen können Sie entweder absammeln oder Ihnen eine Falle stellen: Füllen Sie ein kleines Gefäß mit einer Mischung aus

  • Apfelessig (1 Löffel)
  • Wasser (halbes Glas)
  • Spülmittel (1 Löffel)
  • Kurkuma

und stellen Sie es in die Nähe von betroffenen Pflanzen. Die gelbe Farbe und der Essig-Geruch ziehen Trauermücken an, welche dann in der Mischung ertrinken.

Junge Triebe in Gefahr: Blattläuse

Blattläuse sind bis zu 5 mm lange, meist grüne Läuse mit einem Stechrüssel. Sie ernähren sich von jungen Trieben und Knospen und entziehen der Pflanze den gesamten Pflanzensaft. Das Kräuseln und Einrollen der Blätter ist ein Symptom dafür, dass sich Blattläuse an Ihrer Pflanze angesiedelt haben. Mit der Zeit werden die Blätter gelb und die Spitzen der Pflanzentriebe verkümmern.

Bei einem kleinen Befall reicht es, die geschwächte Pflanze abzuduschen, so dass Blattläuse weggeschwemmt werden. Andere bewährte Hausmittel ohne Chemiekeule sind:

  • Sud aus Brennnesseln
  • schwache Lösung aus Seifenlauge
  • Zwiebelwasser

Meister der Tarnung: Schildläuse

Schildläuse bilden eine große Schädlingsgruppe, zu welcher

  • Deckelschildläuse
  • Napfschildläuse
  • Schmierläuse
  • Wollläuse

gehören. Sie sind  zwischen 0,5 und 5 mm groß und leben dauerhaft auf Blattunterseiten. Da sie ihren Standort nicht ändern, passen sie sich der Umgebung farblich an. Nur an ihrer klebrigen Ausscheidung, also kleinen Kottröpfchen auf den Blättern, können Sie diese Insekten erkennen. Schildläuse befallen gerne

Schildläuse lassen sich besonders schwierig bekämpfen. Deshalb empfehlen wir Ihnen, die befallene Pflanze zu entsorgen und somit gesunde Exemplare vor dem Befall zu schützen.

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