Petunien: konkurrenzlose Balkon- und Ampelpflanzen pflegen

Posted on 01. Feb, 2017 by in Balkontipps

© schab - Fotolia.com

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Der Anblick deutscher Balkone und Terrassen ohne Petunien – unvorstellbar! Diese „Balkonstars“ blühen vom Mai bis zum ersten Frost und verzaubern mit ihren farbigen Blüten. Die Petunien benötigen vor allem viel Dünger und Wasser sowie regelmäßiges Ausputzen, was ihre Blühfreudigkeit besonders fördert. Unsere Tipps helfen Ihnen, diese Sonnenanbeter richtig zu pflegen.

Sonnig – das lässt ihre Heimat vermuten

Die Petunien stammen aus Südafrika und lieben viel Sonne und Wärme, sie können aber auch im Halbschatten gut gedeihen. Damit die Nachtschattengewächse üppig blühen, sorgen Sie für ein Plätzchen, welches wind- und regengeschützt ist.

Vernünftiges Düngen und Gießen machen die richtige Pflege aus

Diese Sonnenliebhaber brauchen hohe Wassermengen, aber ohne mit ihren Füßen im Wasser zu stehen. Lassen Sie die Erde nie austrocknen und gießen an sehr heißen Tagen bis zu dreimal täglich. Vor Staunässe schützen Sie Ihre Stars mit einer Drainage-Schicht. Zum Wässern benutzen Sie am besten abgestandenes Regenwasser.

Petunien sind Starkzehrer und brauchen deswegen eine gute Nährstoffversorgung. Sie freuen sich zwar über eine Kompostgabe, aber das reicht diesen Pflanzen auf keinen Fall aus: Wöchentliches Düngen in der Wachstumszeit ist angesagt. Ihr Dünger sollte zudem viel Phosphor enthalten, damit die Pflanze optimal Blüten bilden kann. Dafür eignet sich ein Langzeitdünger.

Ausputzen tut der Pflanze gut

Petunien brauchen keinen Schnitt, dafür aber regelmäßiges Ausputzen. Abgestorbene Triebe und Blätter sollten Sie regelmäßig entfernen; dadurch unterstützen Sie die Blütenbildung.

© SusaZoom - Fotolia.com

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Schädlinge und Krankheiten bekämpfen

Leider sind Petunien vom Schädlingsbefall nicht befreit. Sie werden sehr oft von der Weißen Fliege heimgesucht. Wärme und Luftfeuchtigkeit ziehen diesen Insekten an. Den Befall erkennen Sie an den vergilbten Blättern, die in Folge langsam verwelken. Sie können weiße Fliegen loswerden, indem Sie Ihre Pflanze mit einer Schmierseifenlösung abspritzen oder natürliche Feinde einsetzen.

Blattläuse sind auch sehr oft auf den Blättern der Petunien zu sehen. Zudem scheiden die Insekten Honigtau aus, was zusätzlich Ameisen oder Bienen anlockt. Im Kampf gegen Blattläuse haben sich Schmierseife- und Brennnesselsud bewährt.

Echter Mehltau mit seinem weißen Belag auf den Trieben und Blättern dieser Balkonblumen verbreitet sich sehr schnell und ist für das Verwelken der betroffenen Pflanzenteile zuständig. Als Abhilfe besprühen Sie Ihre Petunie mit einer Mischung aus Milch und Molke.

Wurzelfäule wird durch eine langanhaltende Staunässe verursacht. Wenn es soweit ist, wirft die Pflanze Blüten und Blätter ab. In dem Falle setzen Sie die betroffene Petunie in ein neues trockenes Substrat ein.

Petunien überwintern: Das geht!

Die Überwinterung von Petunien ist im Prinzip möglich. Bevor Sie sie ins Haus holen, müssen Sie sie stark zurückschneiden und schon Ende September in einem hellen und kühlen Raum platzieren. In der Zeit gießen Sie mäßig und verzichten aufs Düngen. Bevor die Pflanzen im Folgejahr wieder auf den Balkon raus können, müssen Sie sie natürlich in passende Pflanzgefäße umtopfen und ein wenig an die Sonne gewöhnen. So vermeiden Sie eventuelle Verbrennungen der Blätter.

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