Zarter Blütenschirm auf dem sonnigen Balkon: Bougainvillea pflegen

Posted on 03. Nov, 2016 by in Allgemein

Die Bougainvillea (auch Bougainville, Bougainvillee, Bougainvillie und Drillingsblume genannt, da die Blüten immer zu dritt zusammensitzen) richtet mit ihrem ungewöhnlichen Blattwerk- und Blütendesign alle Blicke auf sich. Sie ist in Südamerika beheimatet und braucht zum Gedeihen viele Sonnenstrahlen. Ihre Hochblätter sind sehr empfindlich gegen Wind und Regen. Weitere Tipps zum Gießen, Düngen, Überwintern und Co. lesen Sie im Folgenden.

©svf74 - Fotolia.com

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Direktes Sonnenlicht und normale Erde sind ein Muss

Damit sich Bougainvilleas richtig wohl fühlen, brauchen sie ein sonniges und warmes Plätzchen, am besten an einer Hauswand, damit sie nachts die abgestrahlte Wärme genießen. Der Standort für Bougainvillea sollte zudem vor Regen geschützt sein, weil jeder Regenschauer für die zarten Hochblätter tödlich sein könnte. In Bezug aufs Substrat ist die Pflanze anspruchslos und damit auch für Anfänger geeignet – normale Blumenerde oder ein Gemisch aus Garten- und Komposterde reicht völlig aus. Die Blume freut sich sehr über jährliches Umtopfen.

Mäßig gießen und viel düngen ist notwendig

Halten Sie die Blumenerde mäßig feucht, damit die Pflanze ihre Kraft in die Blütenausbildung investieren kann. Ein Abflussloch ist von Vorteil, damit Staunässe die Entwicklung der Pflanze nicht beeinträchtigt. Sobald die Bougainvillea anfängt Blätter abzuwerfen, heißt es, dass Sie zur Gießkanne greifen müssen, weil sie zu trocken hat.

Dieser Sommerblüher braucht richtig viel Nahrung in Form von Dünger. Verabreichen Sie ihm regelmäßig ab dem Frühling alle 4 Wochen Flüssigdünger. In der Blütezeit düngen Sie besser alle zwei Wochen, um einen kräftigen Wuchs zu fördern.

Bougainvillea schneiden: gerne!

Wenn Ihre Pflanze beginnt auszutreiben, können sie einen umfangreichen Rückschnitt vornehmen. Schneiden Sie alle Seitentriebe ab, die vom Haupttrieb abzweigen – am besten direkt an der Austrittstelle. Dadurch wird die Pflanze noch üppiger blühen. Im Sommer können Sie gerne Hand anlegen und lange Triebe ein wenig kürzen.

© svf74 - Fotolia.com

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Bougainvillea in die Winterruhe schicken

Diese Wunderblumen geben im Sommer ihr Bestes und müssen sich daher im Winter richtig ausruhen. Da sie nicht winterhart sind, gehören sie in die Wohnung. Kurz davor wird schon das Wässern eingeschränkt und die Pflanze ein wenig gekürzt. Schon von Oktober an bis zum Februar geben Sie der Blume keine Nährstoffe mehr. Als Winterquartier kann ein

  • Keller mit Fenster
  • unbeheiztes Treppenhaus
  • Gewächshaus

dienen. Wichtig ist, dass sich die Pflanze bei Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad erholen kann.

Neue Pflanzen im Vermehrungskasten vorziehen

Schneiden Sie im zeitigen Frühjahr etwa 15 cm lange Kopfstecklinge ab und tauchen die Schnittstellen ins Bewurzelungspulver. Platzieren Sie die Stecklinge in ein feuchtes Gemisch aus Torf und Sand. Die Gefäße mit Stecklingen stellen sie in einen Vermehrungskasten mit einer konstanten Temperatur von 24 Grad. Der Kasten sollte hell und trocken stehen. Nach etwa 8-10 Wochen sind die ersten Pflänzchen da und können in die normale Erde umgetopft werden.

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