Gartenerde verbessern – so sorgen Sie für richtige Bodenverhältnisse für Ihre Pflanzen

Posted on 03. Nov, 2016 by in Allgemein

© Alexander Raths - Fotolia.com

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Das Geheimnis eines schönen Gartens steckt in der Qualität der Anzuchterde. Die meisten Pflanzen kommen mit dem ungeeigneten Boden zwar zurecht, aber ihr Wachstum wird beeinträchtigt: Sie werden anfälliger für verschiedene Krankheiten, Schädlingsbefall und gedeihen langsamer. Aus diesem Grund: Je mehr Wert Sie auf die richtige Bodenverbesserung legen, desto höher ist die Chance, dass Ihre Pflanzen, Obst und Gemüse gesund wachsen.

Bodenart bestimmen

Die Fruchtbarkeit des Bodens hängt vom Humus-Gehalt sowie von seiner Struktur ab. Bevor Sie mit dem Anbau starten, sollten Sie zuerst einen Test machen, um festzustellen, was für eine Erde Sie im Garten haben. Nehmen Sie sich einen Erdklumpen in die Hand und pressen sie ihn. Wenn der Klumpen

  • sich zu einer Kugel nicht festdrücken lässt und die Erde auseinanderfällt, dann geht es um einen sandigen, enorm durchlässigen Boden. So ein Boden trocknet schnell aus und zerfällt bei Hitze.
  • beim Drücken zu einer festen Masse wird, welche sich in den Händen rollen lässt, dann hat man mit einer schweren, lehmigen Erde zu tun.
  • zu einer festen Masse wird, danach aber unter leichtem Fingerdruck zerfällt, dann ist der Boden von sehr guter Qualität und als Blumenerde und Rasenerde perfekt geeignet. Dieser enthält nämlich viele organische Stoffe und Stickstoff, so dass die Pflanzen problemlos Wurzeln schlagen.

Tipp: Sollten Sie in Ihrem Garten viele Regenwürmer beobachten, dann haben Sie Glück. Diese kleinen Nützlinge graben tiefere Bodenschichten um, so dass der Boden gut belüftet ist und Wasser besser aufnimmt.

pH-Wert des Gartenbodens messen

Neben der Bodenart ist zum richtigen Gedeihen der Gewächse auch der Säureanteil der Gartenerde wichtig. Den pH-Wert des Bodens können Sie mit speziellen Farblösungen oder Teststreifen feststellen. Machen Sie diese Bodenanalyse im ganzen Garten, damit Sie genau wissen, wo Sie was verwenden können.

© Edler von Rabenstein - Fotolia.com

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Bodenqualität mit Düngung verbessern

Sie können auf jeden Fall den Boden in Ihrem Garten mit organischem Dünger anreichern, weil dieser viel Humus beinhaltet. Kompost oder Qualitätskompost ist hier die erste Wahl. Er wird im Frühjahr oder im Herbst auf die Gartenfläche verteilt. Auch Pferdemist kann man zum diesem Zweck einsetzen.

Sollten Sie frischen Mist verwenden, dann am besten im Herbst. Die hohe Konzentration der Nährstoffe könnte andernfalls die Wurzeln beschädigen. Mit Torf sorgen Sie dagegen für bessere Bodenstruktur. Je nachdem, wie Ihre Gartengestaltung aussehen sollte, können Sie zu speziellen Mitteln wie Rosendünger, Rasendünger oder Gründünger etc. greifen.

Sandige Böden nutzbar machen

Sandiger Boden kann viele Probleme bereiten, weil er enorm pulverig und relativ unfruchtbar ist. Sie sind zu dem zu durchlässig, so dass die Nährstoffe im Boden ausgespült werden, ohne die Pflanzen erreichen zu können.

Sandboden trocknet schnell aus, was bei Pflanzengattungen aus wärmeren Klimazonen besonders gut ankommt. Jedoch muss dieser Gartenboden für die meisten absorptionsfähiger sein, damit Wasser und Nährstoffe gespeichert werden können. Sie veredeln sandige Böden, indem Sie ihm

  • Komposterde
  • Hornspäne
  • Mist
  • Urgesteinsmehl

beimischen. Auch gemahlener Lehm oder Mulch, die man einfach in die Erdschichten gleichmäßig einarbeitet, schaffen hier Abhilfe.

Lehmige Böden verbessern

Lehmiger Boden besteht aus ganz kleinen Molekülen. Er speichert deswegen viel Wasser, aber wenig Luft, wodurch die Gewächse leicht verfaulen. Lehmböden werden zudem im Frühjahr langsamer erwärmt, was das Wachstum in gewissem Maße verlangsamt. Auf der anderen Seite bleiben die Nährstoffe in einem lehmigen Boden länger, so dass diese von Pflanzen jederzeit aufgenommen werden können.

Um lehmige Gartenböden zu verbessern, sollte man deren Struktur auflockern. Für diesen Zweck verwendet man Sand oder feinkörnigen Kies mit Kompost, Torf oder Pferdemist. Jetzt müssen Sie Sand/Kies mit Kompost in einem Verhältnis von 1:2 vermischen und anschließend auf den Lehmboden mit einer Schicht von 10 cm schütten.

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