Rosen auf den Winter vorbereiten: Winterschutz und Co.

Posted on 05. Okt, 2016 by in Gartenpflege

© K.-U. Häßler - Fotolia.com

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Die herbstliche Kälte steht schon vor der Tür, was für jeden Gärtner eine Menge Arbeit bedeutet. Auch im Rosengarten stehen die Vorbereitungen auf den Winter an, damit die Gartenköniginnen in die nächste Gartensaison voller Kräfte starten. Viele alte Rosen (Gartenrosen) sind im Prinzip winterfest, während bei den anderen Rosenarten (wie Hochstammrosen, Kletterrosen, Topfrosen oder Strauchrosen) ein Frostschutz unumgänglich ist.

Sorgfältige Pflege im Herbst macht es aus

Die Zeit von ersten leichten Frösten bis zum vollständigen Einfrieren der Erde ist für die Rosenpflege vor dem Winter entscheidend. Die Überwinterung der Rosen ist nur dann erfolgreich, wenn Sie sich sicher sind, dass die Rosenpflanzen ihr Wachstum eingestellt hatten. Das passiert, wenn Sie rechtzeitig (um den 15. August) auf Düngergaben verzichten. Anfang Oktober sollten Sie dagegen mit der Entfernung verwelkter Blüten aufhören, so dass die Pflanzen keine Triebe mehr ausbilden. Das ist für die Rosen nämlich ein eindeutiges Signal, langsam in die Winterstarre zu übergehen. Bei vielen Rosenarten erkennt man diesen Prozess an der Verdunkelung der Stängel.

Tipp: Wässern Sie Ihre Rosen vor der Winterzeit kräftig.

Winterlicher Schutz für Rosen – diese Möglichkeiten haben Sie

Es gibt ein paar Methoden, die Rosen wirksam zu überwintern. Der beste Schutz bietet hier vor allem eine dicke Schneedecke. Sollte sie aber nicht ausreichend sein, können Sie:

Rosenstamm anhäufeln

Dies ist die häufigste Art und Weise, die Rosen vor dem Winter zu schützen. Die Hügelchen bestehen aus gut durchlässigem Boden, dem Sie ein wenig Kompost beimischen können. Angehäufelt werden die Rosen im späten Herbst. Fürs Häufeln eignen sich alle trockenen Materialien wie Reisig, z.B. Nadel-, Fichten- oder Nadelholzreisig. Sie dienen der Stabilisierung der Bodentemperatur im Winter, sind zugleich aber leider ein toller Unterschlupf für Nagetiere sind.

Dächer aus Styropor anbringen

Wenn Sie Styropor-Dächer verwenden, dann folgendermaßen: Erstens decken Sie die Pflanzen nicht zu früh ab. Zweitens müssen diese Dächer über eine gute Lüftung verfügen, damit es zu keinem Hitzestau durch Wintersonne kommt. Um das zu verhindern, machen Sie ein kleines Loch im oberen Bereich des Daches.

© Alina G - Fotolia.com

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Winterschutz für Kletterrosen

Kletterrosen sind eine große Herausforderung für jeden Gärtner, weil sie eine beachtliche Größe erreichen können. Leider ist es unmöglich, Rankhilfen zu entfernen. Wenn es sich um junge Pflanzen handelt, können Sie einen Rosenschnitt vornehmen, ohne die Rosen dabei zu brechen. Viel effektiver ist aber an dieser Stelle die Verwendung vom Jutegewebe, mit dem Sie die Pflanze schattieren. Wie bei den anderen Rosentypen häufeln Sie die Triebbasis von Kletter- und Ramblerrosen an der Veredlungsstelle an.

Winterummantelung für Hochstammrosen

Bei Hochstammrosen gestaltet sich der Frostschutz ein wenig komplizierter, da sich die Veredelungsstelle am Kronenansatz befindet. Wir empfehlen hier Ihnen, Kunststoffvlies oder Gewebe aus Jute zu verwenden. Verzichten Sie auf jeden Fall auf den Einsatz von Noppenfolie, weil sich darunter sehr schnell Nässe staut, was zur Fäulnis der Pflanze führt.

Rosen im Kübel überwintern

Im Herbst ist das gründliche Ausputzen der Topfrosen angesagt. Das bedeutet vor allem Unkraut jäten und Beseitigen verwelkter Blätter. Jetzt können Sie die Rosen an ein kühles Plätzen mit einer Temperatur um die 10 Grad unterbringen.

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