Rosenpflege im Garten – so sorgen Sie für prächtige Blüten

Posted on 24. Jun, 2016 by in Gartenpflege

© pia+pictures - Fotolia.com

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Rosen verzaubern mit ihren wunderschönen Blüten und dem intensivem Duft. Ein Spaziergang zwischen Rosenbeeten ist ein Sinneserlebnis und macht jedem gute Laune. Um das zu erreichen, muss man aber bei der Rosenpflege richtig Hand anlegen, weil sie anspruchsvolle Pflanzen sind, vor allem wenn es um den Schnitt geht. In unserem heutigen Beitrag erfahren Sie, wie man Rosenpflanzen korrekt pflegt.

Richtiges Plätzchen für Rosen aussuchen

Den passenden Standort für Rosen zu finden, hat einen enormen Einfluss auf ihr Wachstum und späteren Pflegeaufwand. Rosen lieben generell Sonnenstrahlen, aber sie vertragen keine abgestrahlte Wärme, weil dies wiederum ideal für Mehltau, Sternrußtau und den Befall mit Spinnmilben ist. Aus diesem Grund setzen Sie Ihre Rosen lieber nicht in die Nähe von Hauswand oder Gartenmauer. Haben Sie im Garten mehr Halbschatten, dann können Sie Strauchrosen, Parkrosen oder Kletterrosen einpflanzen, weil sie an solchen Standorten am besten gedeihen.

Rosen zum richtigen Zeitpunkt pflanzen

Je nachdem, in welchem Zustand Sie die Rosen kaufen, werden Sie unterschiedlich in die Erde gepflanzt:

  • Im Frühjahr und Herbst legen Sie mit wurzelnackten Rosen los und zwar sofort, nach dem Sie diese nach Hause gebracht hatten, weil sie sonst schnell austrocknen.
  • Containerrosen dagegen können Sie rund um das ganze Jahr pflanzen, weil sie über ihr komplettes Wurzelwerk verfügen. Diese Rosen sind zwar am teuersten, gehen dafür aber fast nie ein. Checken Sie immer beim Kauf, ob die Pflanzen keine Beschädigungen  an Trieben und Wurzeln aufweisen.

Boden für die Bepflanzung vorbereiten

Rosenpflanzen sind Tiefwurzler und brauchen deshalb eine lockere, sandig-lehmige Erde, die gut durchlässig und luftig ist. Wir empfehlen Ihnen noch, in das Pflanzloch ins Beet ein wenig Pferdemist oder Kompost einzufügen, damit die Rosen üppig blühen können.

Rosen gießen und düngen

Rosen zu wässern, ist relativ einfach. Sie akzeptieren weder einen trockenen noch einen zu feuchten Boden. Gießen Sie Ihre Pflanzen nur bei Bedarf, so dass das Substrat immer ganz leicht feucht gehalten wird.

Mit richtiger Düngung sorgen Sie für das gesunde Wachstum der Rosen sowie ihre Resistenz gegen Schädlinge und verschiedene Rosenkrankheiten. Gut versorgte Rosen bewältigen selber verschiedene Krankheiten und Schädlinge, ohne jeglichen menschlichen Eingriff. Verwenden Sie deswegen spezielle Rosendünger, weil sie auf die Bedürfnisse der Rosen abgeschnittene Nährstoffe enthalten. Achten Sie aber immer darauf, nie mit dem Dünger zu übertreiben, weil sonst die Rosen schwache Triebe bilden.

Rosen fachmännisch schneiden

 © olyapon - Fotolia.com

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Der Rosenschnitt ist eine Pflicht-Pflegemaßnahme, um die Pflanzen in eine gewünschte Form zu bringen sowie alle kranken und schwachen Triebe zu beseitigen. Rosen werden nur einmal im Jahr, nämlich im März/April, wenn die Fröste vorbei sind, zurückgeschnitten. Die Rosen werden je nach Art und Alter gestylt.

Großblumige Rosen

Ganz dicke Äste bei großblumigen Rosen müssen um etwa 20-30 cm gekürzt werden, während bei dünnen nur 20 cm reichen. Schwache Triebe entfernen Sie gleich am Wurzelansatz.

Beetrosen

Niedrige Beetrosen müssen Sie auf etwa 30 cm zurückschneiden und hohe Sorten auf etwa 60 cm. Schwache Triebe werden nicht ausgeschnitten.

Kletterrosen

Bei Kletterrosen greifen Sie zur Schere erst nach 4 Jahren. Lassen Sie immer etwa 3-5 Triebe als „Gerüst“ und kürzen die Seitentriebe auf 30-40 cm.

Bodendeckende Rosen

Diese Rosensorten benötigen keinen regelmäßigen Schnitt. Bei denen werden nur alte Triebe weggeschnitten. Sie können aber bodendeckende Rosen alle paar Jahre verjüngen und diese komplett auf etwa 10-15 cm schneiden.

Stammrosen

Stammrosen vertragen ganz gut einen kompletten Rückschnitt. Vergessen Sie dabei nicht, alle alten Triebe und Wildlinge auszuschneiden.