Sattes Grün im Garten: Rasen richtig säen

Posted on 03. Mrz, 2016 by in Gartenpflege

© Moreeetz7 - Fotolia.com

© Moreeetz7 – Fotolia.com

Rasen ist die Visitenkarte jedes Gartens und hat viele Vorteile: er trägt zur Lärmverminderung bei, reduziert die Lufttemperatur und eliminiert die Staubaufwirbelung sowie jegliche Verschmutzungen. Ein richtig gepflegter Rasen dient dann als Spielfläche, Liegewiese und stellt einen sicheren Erholungsort vor der Haustür dar. Um die gesunde und schön grüne Rasenfläche zu genießen, muss man entsprechende Vorbereitungen für das Aussäen unternehmen.

Standort für Grasrasen bestimmen

Egal, zu welchen Zwecken der Rasen konzipiert wird: als ästhetisch-repräsentatives Objekt oder als Freizeitfläche für Kinder, muss er zum gesunden Wachsen an einem passenden Standort angelegt werden. Dieser sollte sonnig mit ein paar Stunden Schatten am Tag sein. Im vollen Schatten z.B. unter Bäumen gedeiht das Gras langsam und deshalb empfehlen wir Ihnen an solchen problematischen Stellen eher bodendeckende Pflanzen wie Fetthenne als Alternative einzusetzen.

Dicht wachsende Gräser brauchen relativ viel Wasser. Wenn der von Ihnen gewählte Standort sich schnell erwärmt und dadurch der Boden ebenfalls blitzschnell austrocknet, dann wäre es sinnvoll, eine unterirdische Bewässerungsanlage vorher zu installieren. Das lohnt sich auch, wenn Sie Ihre Gartenanlage unterirdisch beleuchten wollen. Auf diese Weise ersparen Sie sich Ärger bei der Rasenpflege.

Rasenboden optimal vorbereiten

Bevor Sie Ihren Rasen ansäen, sollten Sie sich zuerst um den Boden kümmern. Checken Sie als erstes, ob er humusreich ist. Wenn dies der Fall ist, dann reicht es, nur den Boden umzugraben und diesen vom Unkraut zu befreien. Wenn er aber keinen Humus enthält (insbesondere in Neubaugebieten), dann muss man der Erde ein bisschen organischen Dünger in Form von Kompost oder Torf beimischen oder den Boden mit einem Langzeitdünger düngen. Lehmige und schwere Böden können Sie mit Sand auflockern, während sandige Böden sich mit Ackerboden nutzbar machen lassen.

Der nächste Faktor ist der Boden-pH. Das Gras wächst am besten im leicht sauren Boden. Wenn der pH-Wert niedriger als 5,5 ist, dann muss der Boden gekalkt werden. Bei Böden mit einem pH-Wert mehr als 7,0 ist die Versauerung z.B. mit Ammoniumsulfat notwendig.

Saatgut wählen

© Kingan - Fotolia.com

© Kingan – Fotolia.com

Die Wahl einer richtigen Rasenmischung hängt von Art und Beanspruchung Ihrer Grasfläche ab. Wenn Sie einen Zierrasen z.B. in Ihrem Vorgarten gestalten wollen, dann nehmen Sie solche Mischungen, die den Pflegeaufwand durch ein verlangsamtes Wachstum verringern. Hier kommen feinblättriger Grasarten wie Straußgras (Agrostis stolonifera) zum Einsatz.

Sollten sich Kinder auf dem Rasen austoben oder Hunde spielen, dann setzen Sie auf einen für eine höhere Beanspruchung geeigneten Spielrasen. Die Rasensamenmischungen für diese Rasenart (mit Weidelgras und Wiesenrispe an der Spitze) sind besonders strapazierfähig, wodurch z.B. Kahlstellen sehr schnell nachwachsen. Man muss aber sagen, dass die Pflege einer solchen Rasenfläche etwas intensiver ausfällt und relativ viel Mähen bedeutet.

Rasensamen richtig säen

Säen Sie Ihren Rasen entweder Mitte April bis Juni oder Mitte August bis Oktober ein. In diesen Monaten keimen die Samen wegen optimaler Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur (zwischen 10-20 Grad) am besten. Wählen Sie für die Aussaat einen möglichst windstillen Tag.

Pro 30-40 m² Fläche brauchen Sie etwa 1kg Saatgut, damit Ihr Rasen schön dicht wächst. Sie können es per Hand oder mit einer speziellen Sämaschine machen. Halbieren Sie die Aussaatmenge und säen einmal längs und einmal quer, damit das Saatgut regelmäßig verteilt wird ohne es nach säen zu müssen. Der letzte Schritt ist das kräftige Harken, so dass die Grassamen ein wenig mit Erde bedeckt werden.

Teile den Artikel mit anderen:
Artikel via Facebook teilen Artikel via Twitter teilen

Keine Kommentare bisher.

Diskutiere mit uns! Wir freuen uns über deinen Kommentar!

*