Zimmerpflanze mit bezaubernden Blüten: Pflege-Tipps für Orchideen

Posted on 12. Jan, 2016 by in Allgemein

© Evgeni Schemberger - Fotolia.com

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Orchideen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und bringen Anmut und Eleganz in jeden Haushalt. Laut weitläufiger Meinung gelten sie als besonders anspruchsvolle und pflegeintensive Pflanzen. Und tatsächlich ist es sehr oft der Fall, dass die Orchideen-Anfänger mit den ersten Pflanzen einen Dämpfer bekommen. Es muss aber nicht so sein. Mit gärtnerischem Gespür und ein wenig Fachwissen gedeihen die Blumen richtig schön und können zum echten Blickfang werden. Im heutigen Beitrag geben wir Ihnen die nötigen Tipps, wie man Orchideen richtig pflegt.

Riesengroße Orchideenfamilie

Orchideen zählen gleich nach den Korbblütlern zu der weitverbreitesten Pflanzenfamilie mit etwa 1000 Gattungen und 35.000 Sorten und sind deswegen als Juwelen der Pflanzenwelt bezeichnet. Die schönsten Orchideen haben ihren Ursprung in Südostasien und im Mittelmeer- und Südamerika. Als Zierpflanzen im Topf haben sich vor allem die Züchtungen von Hybriden (Kreuzungen) der Gattungen:

  • Phalaenopsis,
  • Cattleya,
  • Dendrobium,
  • Paphiopedilum (wie Frauenschuh),
  • Cymbidium,
  • Vanda,
  • Oncidium,
  • Zygopetalum,
  • Miltoniopsis (wie Stiefmütterchen-Orchidee),
  • Odontoglossum (Cambria)
  • Brassia

durchgesetzt.

Wenn Sie erst mit Orchideen Ihr Gartenabenteuer beginnen, dann versuchen Sie es zuerst mit der Gattung Phalaenopsis, beispielsweise Phalaenopsis bellina, weil diese am einfachsten in der Kultivierung ist.

Orchideen pflegen – so zeigen sie ihre Blütepracht

Die Grundlage der Orchideenpflege bilden 4 Faktoren:

  • Licht
  • Wasser
  • Düngen und Umtopfen
  • Schneiden

Lichtverhältnisse

Orchideen lieben Sonnenstrahlen und genießen am liebsten einen Standort an der Ost- oder West-Fensterbank. Sollte Ihre Orchidee woanders stehen, dann müssen Sie für einen notwendigen Schatten sorgen. Im Sommer können Sie Orchideen in Ihrem Ziergarten auf den Balkon oder die Terrasse rausstellen, aber so, dass sie keinen Sonnenbrand bekommen. Im Winter, wo die Tage kürzer sind und das Tageslicht sehr schwach, brauchen Ihre Pflanzen eine zusätzliche Beleuchtung in Form von Pflanzenlampen.

© Tatjana Balzer - Fotolia.com

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Wasser

Orchideen hassen Staunässe. Gießen Sie nur, wenn das Substrat im Topf trocken ist – in den meisten Fällen heißt es einmal pro Woche. Wann wieder gegossen werden muss, können Sie am Topfgewicht prüfen: leichtes Pflanzengefäß bedeutet, dass die Pflanze durstig ist. Übermäßige Wassergaben können zur Wurzelfäule führen.

Wir empfehlen Ihnen zudem, Ihre Pflanzen in der Früh zu wässern. Auf diese Weise wird das Substrat bis zum Abend trockener und die Pflanzenteile, die gegen Feuchtigkeit empfindlich sind, können sich keine Erkrankungen zuziehen. Als Gießwasser eignet sich am besten destilliertes Wasser, abgekochtes Leitungswasser oder Regenwasser. In der Ruhephase sollten Sie die Wassergaben bei Ihren Orchideen deutlich reduzieren. Die erste Möglichkeit ist, die Pflanzen kräftig abzuduschen, so dass die Blütenstängel nicht beschädigt werden. Bei der zweiten Option füllen Sie ein separates Gefäß mit Wasser auf und tauchen drin ca. 10-15 min lang Ihre Schönheit maximal halbvoll ein.

Tipp: Orchideen bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit. Tun Sie Ihren Schönheiten etwas Gutes und besprühen diese ab und mal mit Wasser.

Düngen, Umtopfen und Schneiden

Damit Ihre Orchideen gesund wachsen, brauchen Sie eine entsprechende Nahrung in Form von speziellem Orchideendünger. Verabreichen Sie den Dünger genauso wie es in der Dosierungsanleitung steht und zwar vom Frühjahr bis Herbst. Orchideen werden gleich nach dem Umtopfen nicht gedüngt. Warten Sie damit lieber etwa einen Monat ab. Die Orchideen werden erst dann umgetopft, wenn es wirklich notwendig ist, in der Regel alle 2-3 Jahre, z.B. wenn die Blumenerde zu fest und undurchlässig geworden ist. Beim Umtopfen schneiden Sie zuerst vertrocknete und verfaulte Wurzeln sowie verblühte Blüten ab und platzieren Sie die Pflanze so, dass es Platz für 1 bis 2 Neutriebe gibt.

Wenn Orchideen erkranken

Mit sorgfältiger Orchideenpflege vermeiden Sie jegliche Krankheiten. Pilzinfektionen tauchen nicht auf, wenn die Pflanzen nicht zu feucht gehalten werden. Viren sind meistens harmlos, aber wenn sie die Pflanzen stark befallen, dann müssen diese entsorgt werden.

Spinnmilben mit ihren feinen Netzen auf Blattunterseiten oder Schildläuse und Thripse, die gerne an jungen Trieben und Knospen knabbern, kommen sehr oft bei Orchideen zu Besuch. Sobald Sie jegliche Schädlinge bemerken, sollten Sie sofort handeln.

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