Kakteen richtig umtopfen – so gehen Sie vor

Posted on 11. Dez, 2015 by in Allgemein

Seniorin topft Kaktus um

© Miriam Dörr – Fotolia.com

Kakteen wie alle anderen Topfpflanzen müssen von Zeit zu Zeit umgetopft werden. Nur so haben diese Sukkulenten die Chance, gesund und prächtig zu wachsen. Je nach Alter und Sorte sollten Sie Ihre Kakteen alle 1-3 Jahre – wenn der Topf zu klein wird – umquartieren. Was Sie dafür brauchen, lesen Sie in unserem heutigen Blogbeitrag.

Substrat für Kakteen vorbereiten

Kakteen lieben ein gut durchlässiges Substrat, welches auch nährstoffreich sein sollte. Mischen Sie zwei Teile Blumenerde mit einem Teil mittelgrobem Kies (z.B. Quarzkies)und mit einem Teil Sand. In einem so vorbereiteten Boden können die meisten Kakteen wie  Lophophora williamsii, Echinopsis, Notocactus, Echinocactus, Weihnachtskakteen (Schlumbergera), Astrophytum oder Mammillaria zwei Jahre lang wachsen.

Handschutz beim Umtopfen hat erste Priorität

Bei eigentlich jedem Kontakt mit Kaktus sollten Sie Ihre Hände schützen. Aus diesem Grund pflanzen Sie Kakteen nur mit Handschuhen aus dickem Stoff oder Leder um. Sie können ebenfalls den Pflanzenkörper mit einem mehrfach gefalteten Zeitungspapier umwickeln. Im Fachhandel gibt es zudem spezielle Gartenzange fürs Umtopfen stacheligen Pflanzen, wobei auch ganz normale Grillzange in dem Falle Anwendung findet.

Merken Sie sich dabei, dass eben nicht lange Dornen, sondern das winzige, kaum sichtbare Dornenkleid mit Hakenform am gefährlichsten ist. Sie graben sich nämlich tief in die Haut und können daraufhin Allergien hervorrufen. Solche Stacheln besitzen beispielsweise Opuntien.

Passende Töpfe für Kakteen finden

Früher wurden Kakteen in Tontöpfen kultiviert. Es stellte sich aber heraus, dass Kakteen in Tongefäßen nicht so gut wachsen. Der Boden trocknet nämlich in solchen Töpfen schnell, wodurch sich an Topfränden Nährstoffe sammeln und den Wurzelballen deswegen nicht erreichen können.

© rostyle - Fotolia.com

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Setzen Sie deshalb liebe auf leichte, nicht zerbrechliche Kunststofftöpfe. Beachten Sie dabei, dass Kakteen Flachwurzler sind und nehmen sog. Entwicklungsschalen, die schmal und hoch sind.

Kakteen umpflanzen – das ist wichtig

Nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf heraus und schütteln dabei die übertrocknete Erde vom Wurzelwerk. Vertrocknete und zu lange Wurzeln werden dabei entfernt und verkürzt. Checken Sie dabei die Pflanze auf jegliche Schädlinge wie Wurzelläuse, Spinnmilbe oder eventuelle Krankheiten wie Wurzel-Fäulnis. Danach sollten Sie Ihre Pflanzen nicht sofort in die neue Kakteenerde setzen, sondern lassen Sie ihm ein paar Tage, damit Schnittwunden heilen können.

Nach dieser Zeit pflanzen Sie Ihren Kaktus in einen leicht feuchten Boden an. Da Kakteen ungerne mit Ihren Füßen im Wasser stehen, vergessen Sie nicht, eine Drainageschicht aus Blähton, Bims-Kies oder Tonscherben zu machen.  Kneten Sie anschließend die Erde mit den Fingern fest. Wenn Sie einen Kaktus mit vertikaler Form umtopfen, dann stabilisieren Sie anfangs die Pflanze mit kleinen Stöcken, damit der Kaktus nicht umkippen kann. Sobald er stabil steht, entfernen Sie den Träger.

Mit Wassergaben für frisch umgetopften Pflanzen warten Sie etwa 2-3 Wochen ab. Außerdem sollten die Pflanzen in der Zeit eher an einem beschatteten Standort stehen.

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