Buchsbäume richtig schneiden – Tipps für den perfekten Schnitt

Posted on 20. Jul, 2015 by in Gestaltungs-Tipps

Buchsbaum Vorgarten

© Miriam Model – Fotolia.com

Der Buchsbaum ist schon seit Jahrtausenden ein schöner Blickfang in jedem Vorgarten, Garten und Park. Er lässt sich vielfältig schneiden und ist meistens in Kugelform, als Pyramide oder Spirale zu sehen. Obwohl er etwa 15 cm pro Jahr wächst, sollte er regelmäßig geschnitten werden, damit das Blattwerk kompakt und dicht wird. Um die Büchse in die richtige Form zu bringen, braucht man nicht nur das richtige Werkzeug, sondern auch ein paar Schnitt-Tricks – und so wird Ihr Buchsbaum zum echt gestylten Garten-Hingucker.

Allgemeine Regeln für den perfekten Buchsbaum-Schnitt

Es gibt ein paar einfache Regeln, die Sie beim Schnitt Ihres Buchses immer berücksichtigen müssen:

  1. Schneiden Sie nie in der Sonne – sonst kann Ihre Pflanze leicht eine Verbrennung kriegen und ihre Blätter werden braun.
  2. Schneiden Sie bei bedecktem Wetter oder in Abendstunden.
  3. Machen Sie Ihren Buchs vor dem Schneiden immer nass – es schneidet sich einfacher und so vermeidet man unnötige Schäden.
  4. Schneiden Sie den Buchsbaum in der richtigen Reihenfolge: von oben nach unten sowie von innen nach außen.
  5. Sie können ruhig leicht in den Blattwuchs vom letzten Jahr schneiden – so kriegt Ihr Baum ein dichteres Blattwerk.
  6. Vor dem Schnitt entfernen Sie alle kranken, toten Zweige (insbesondere im Pflanzeninneren) – auf diese Weise beugen Sie der Pilzinfektionen vor.
  7. Einen frisch eingepflanzten Buchs schneiden Sie am besten im Folgejahr – er sollte Zeit zum Gedeihen haben.

Den Buchsbaum in eine richtige Form zum richtigen Zeitpunkt bringen

Den Buchsbaum kann man in 3 Phasen schneiden. Der Buchs treibt bis Ende Juni aus, d.h. dass der erste Schnitt – der Formschnitt – vorher gemacht werden sollte. Auf diese Weise bekommt Ihre Pflanze genug Zeit, um gesund zu wachsen.

Ein Pflegeschnitt sollte nach der Wachstumsphase erfolgen (am besten Mitte August).

Sie haben noch die Möglichkeiten, einen dritten Schnitt (Mitte September) vorzunehmen, aber nur wenn der Buchs ordentlich wächst.

Sollte das nicht der Fall sein, dann gilt es: ab September schneidet man nicht mehr. Nach jedem Schnitt entsteht ein neuer Trieb. Es kann dann dazu kommen, dass der neue Trieb vor dem Winter nicht genug reif wird und später für den Winterfrost anfällig wird.

Akku-Strauchschere, Buchsbaumschere und Schafschere im Einsatz

Jede Schnitt-Maßnahme schaffen Sie mit einem richtigen Werkzeug leichter. Dazu gehören: eine Handschere, eine Akku-Strauchschere für größere Hecken, spezielle Buchsbaumschere oder Schafschere.

Mit einer Akku-Strauchschere arbeitet man schneller und bequemer. Die ist aber teuer in der Anschaffung und rentiert sich erst ab einem guten Buchsbaumbestand im Garten. Ein guter Schnitt, ohne die Pflanze zu beschädigen, verlangt ein wenig Übung und Erfahrung.

Die Buchsbaumschere ist mit extralangen zweischneidigen Klingen ausgestattet, so dass sie sich besonders für kleine Buchs-Formen oder feinere Formschnitte eignet.

Die hochwertig geschmiedete Schafschere findet Anwendung besonders für frische Triebe. Mit der Schere machen Sie ganz feine Schnitte, die glatte Konturen erzeugen. Ein kleiner Nachteil ist, dass sie nach einiger Zeit das Handgelenk belastet. Aus diesem Grund benutzen Sie diese am besten bei kleinen Exemplaren.

© kasparart - Fotolia.com

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Aus freier Hand zur perfekten Buchsbaumkugel

Die meist verbreitete Buchsbaum-Form ist die Kugel. Bei der Kugel-Gestaltung schneiden Sie nur neue Äste mit hellgrünen Blättern bis die dunkelgrüne Blätter in Sicht sind. Sie dürfen auf keinen Fall tief ins Gehölz schneiden, sonst können unschöne Löcher entstehen, die dann wiederum Zeit zum Regenerieren brauchen. Stellen Sie sich am besten eine Art Globus vor und schneiden nach diesem Vorbild. Machen Sie den Schnitt immer von oben nach unten, so können sie ungehindert weiter schneiden. Schneiden Sie nicht zu radikal, weil sonst der Buchs eingehen kann. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie sich jeder Zeit mit Schablonen behelfen.

Beachtenswertes rund um den Schnitt von Hecken, Pyramiden, Spiralen, Tierfiguren

Die Buchsbaumhecken sollten Sie in den ersten Jahren kräftig zurückschneiden. Auf diese Weise fördern Sie die Bildung zahlreicher Verzweigungen, was eine schöne Buchs-Hecke ausmacht.

Bei der Pyramiden- und Spiralenform müssen erstmals die Jungpflanzen in Form wachsen. Bei Pyramiden benutzen Sie einen Obelisken oder eine selbstgemachte Metallform. Alle Triebe, die drüber rausgucken, schneiden Sie ab. Bei Spiralen pflanzen Sie einen Stab mit ein. In den nächsten Jahren müssen Sie die Seiten- und Nebentriebe entfernen, damit der Haupttrieb um den Stab herum geleitet wird.

Um Tierfiguren zu machen, verwenden Sie die Drahtschablone, die sie anschließend über eine junge Buchspflanze stülpen und am Anfang nur drei Mal jährlich schneiden. Sobald die richtige Tier-Form zu erkennen ist, entfernen Sie die Schablonen und machen an den Stellen einen regelmäßigen Nachschnitt.

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