Bleiwurz: kaskadenartiges Blühwunder auf dem sonnigen Balkon pflegen

Posted on 02. Apr, 2015 by in Balkontipps

© emer - Fotolia.com

© emer – Fotolia.com

Der Bleiwurz blüht vom Frühsommer bis in den späten Herbst hinein. Dieser immergrüne Strauch stammt aus Südafrika, was seine Leidenschaft für Sonnenstrahlen erklärt. Der Dauerblüher erfreut unsere Augen mit seinen fünfteiligen, tellerförmigen Blüten. Reichliche Wassergaben, viel Sonne, wöchentliche Düngung in der Wachstumszeit sorgen für sein Wohlbefinden auf jedem Balkon.

Sonnig und hell, aber auch regengeschützt

Der Bleiwurz sollte bis Ende Mai ins Freie gebracht werden. Sein Platz auf dem Balkon muss auf jeden Fall regen- und windgeschützt sein. Bekommt die Pflanze mal einen kräftigen Regenschauer ab, dann werden ihre Blüten matschig und kleben auf den Blättern fest. Der Bleiwurz braucht viel Sonnenlicht, aber keine Mittagssonne.

Reichliche Wassergaben und gute Nahrung sorgen für das richtige Wachstum

Gießen Sie Ihre Pflanze besonders im Sommer reichlich, aber mit Vorsicht: Bleiwurz verkraftet Staunässe nicht. Die Pflanze stellt keine besonderen Ansprüche ans Wasser: abgestandenes  Leitungswasser sowie Regenwasser befriedigen den Durst der Pflanzen. Gießen Sie immer direkt an die Wurzeln.

Düngen Sie den Bleiwurz von April bis September alle 2 Wochen mit einem normalen Flüssigdünger.

Neigung zum Wuchern mit einer Gartenschere erledigen

Die Pflanze ist besonders schnittverträglich und neigt zum Wuchern. Aus diesem Grund ist die Gartenschere bei den Schnittmaßnahmen Ihr fester Freund. Kontrollieren Sie das üppige Wachstum Ihres Bleiwurzes und:

  • Stutzen Sie die Pflanze im Frühjahr bis auf 15 cm oder 20 cm Höhe
  • Entfernen Sie komplett schwache Triebe
  • Machen Sie im Sommer einen kleinen Formschnitt
  • Kürzen Sie die Pflanze vor der Winterruhe um die Hälfte

Unser Tipp: Schneiden Sie nie unter praller Sonneneinstrahlung, weil die Schnittstellen vertrocknen und den ganzen Zweig beschädigen.

Vermehren durch Stecklinge bedeutet immer Erfolg

Suchen Sie sich von Mai bis Juni nicht zu weiche, aber auch nicht zu fleischige Triebe aus. Trennen Sie 10-15 cm lange Stecklinge mit einem scharfen Messer ab. Entfernen Sie Blüten und Blätter. Stecken Sie die Triebe in ein feuchtes Torf-Sand-Gemisch. Bedecken Sie jedes Anzuchtgefäß mit einer Plastikfolie – sie sorgt für ein feucht-warmes Klima. Ihre Stecklinge bewurzeln schnell an einem hellen Standort bei 19-21 Grad. Entfernen Sie dann die Folie und wässern die Jungpflanzen. Nach einem Monat geben Sie die erste Düngerdosis.

Nicht winterharte Sträucher richtig überwintern

© emer - Fotolia.com

© emer – Fotolia.com

Ihre Pflanzen kommen gut durch den Winter, wenn Sie folgende Regeln beachten:

  1. Stutzen Sie Ihre Pflanzen vor dem Winter um die Hälfte.
  2. Das Winterquartier sollte hell und kühl (etwa 8 Grad) sein.
  3. In der Winterpause gießen Sie wenig und verzichten auf den Dünger.
  4. Gewöhnen Sie Ihre Pflanze im Frühjahr an die Wärme.

Ein möglichst kühler Überwinterungsstandort sorgt dafür, dass der Bleiwurz erforderliche Energie für die nächste Blühsaison sammelt.

Ran ans Umtopfen

Ist der Winter vorbei, können Sie den Bleiwurz umtopfen. Der neue Topf sollte mit einer Drainage aus Kies oder Blähton ausgestattet sein – vorbeugend gegen Staunässe. Sollten Sie beim Umtopfen im Wurzelbereich vertrocknete oder verfaulte Stellen sehen, dann beseitigen Sie diese. Die Schnittstellen versorgen Sie mit Holzkohlepulver.

Blattläuse kommen beim Bleiwurz gerne vorbei

Die Pflanzen sind an sich sehr robust. Die ungebetenen Gäste kommen nur bei schlechter Überwinterung (zu warm oder zu dunkel). Besonders an jungen Trieben werden die Pflanzen von Blattläusen befallen. Sie können die Insekten natürlich mit Seifen- und Weißölmittel bekämpfen.

Tags: ,