Der Ficus – der beliebteste Bonsai – so wird er richtig groß und stark

Posted on 10. Feb, 2015 by in Allgemein

Der Ficus ist ein guter Einstieg für Bonsai-Anfänger. In der Natur kann man zahlreiche Arten der Fici finden, die teilweise beeindruckende Ausmaße annehmen. Mit seinen Luftwurzeln und oval gespitzten Blättern zieht er alle Blicke auf sich. Damit sich das Bäumchen attraktiv entwickeln kann, beachten Sie seine Pflege-Bedürfnisse.

Warmes Plätzchen und abwechslungsreiches Substrat gefragt

© igorsky - Fotolia.com

© igorsky – Fotolia.com

Der Ficus fühlt sich am besten an einem hellen Standort, wo die Temperaturen bei 18-22 Grad liegen. Er freut sich auch, wenn er im Sommer bei über 15 Grad auf dem Balkon steht. Vermeiden Sie Zugluft, weil sie den Ficus auskühlt und er in Folge dessen die Blätter abwirft. Als Substrat nehmen Sie eine Mischung aus Lehm, Sand und Pikiererde oder Bonsaierde. Der Ficus wächst kräftig, wenn er mindestens einmal im Jahr neue Erde kriegt.

Ran ans Gießen

Gießen Sie Ihre Pflanze mit Regenwasser oder mit einem abgestandenen Leitungswasser. Mit dem Daumen prüfen Sie, wann der Ficus gewässert werden soll. Ist die Oberfläche der Erde trocken, dann können Sie zur Gießkanne greifen. Halten Sie den Wurzelballen immer feucht. Machen Sie ein Wasserablaufloch mit Drainage, damit es keine Staunässe gibt. Ihr Bäumchen wird echt zufrieden sein, wenn Sie es regelmäßig im Sommer sowie auch im Winter mit weichem oder abgekochtem kaltem Wasser besprühen. Auf diese Weise vermeiden Sie auch bei trockener Zimmerluft den Befall mit Spinnmilben.

Vorsichtig mit Nährstoffen

Zum Düngen genügt ein normaler Dünger aus dem Baumarkt. Die Pflanze braucht nicht viele Düngergaben. Im Sommer reicht es, alle 2 Wochen zu düngen. Erst  ca. 4 Wochen nach dem Umtopfen können Sie den Dünger verabreichen.

Regelmäßiger Schnitt für schöne Baumform

Um die schöne Bauform zu erhalten, ist ein regelmäßiger Schnitt notwendig. Generell gilt: viel Rückschnitt = viel Wachstum. Pflanzenteile, die die Wuchsform beschädigen sowie abgestorbene Äste können Sie problemlos entfernen. Den Ficus kann man im Frühjahr zurückschneiden. Beim Rückschnitt kürzen Sie etwa 1/3 der Krone. Nachdem 6-8 Blätter gewachsen sind, schneiden Sie Ihre Pflanze auf ca. 2 Blätter zurück. Wenn Sie sich eine starke Verdickung des Stamms wünschen, dann lassen Sie Ihren Bonsai ein bis zwei Jahre frei wachsen. Machen Sie anschließend einen starken Rückschnitt, weil er dann ohne weiteres aus dem alten Holz austreibt.

Sie können Ihr Bäumchen frei in Form gestalten. Eine flache Regenschirm-Krone und ein verwundener Stamm sind typisch für einen Urwald-Ficus.

Im Frühjahr drahten

Von Natur aus wächst der Ficus in die Höhe. Bei dünnen und mitteldicken Ästen ist das Drahten absolut problemlos, weil die Pflanze elastisch ist. Die Experten empfehlen, den Ficus im zeitigen Frühjahr zu drahten. Bringen Sie den Draht locker im 45° Winkel vom dicken Ende bis zum dünnen Ende an. Kontrollieren Sie den Draht während der Wachstumszeit, weil er sehr schnell einwachsen kann. Dickere Äste formen Sie durch Abspannen.

© jabiru - Fotolia.com

© jabiru – Fotolia.com

Ficus umtopfen

Topfen Sie das Bäumchen jeden zweiten Frühling um. Bei Schädlingsbefall tauschen Sie das Substrat aus, damit eventuell abgelegte Eier beseitigt werden können. Beim Umtopfen verträgt die Pflanze auch den Wurzelschnitt gut.

Ficus-Krankheiten

Normalerweise ist der Ficus gegen Krankheiten sehr robust. Sollte er geschwächt sein z.B. durch Blattverlust, wegen zu trockener Luft oder wegen Lichtmangel, dann wird er sehr oft von Schildläusen oder Spinnmilben befallen. Für diesen Fall erhalten sie im Handel: Insektizidstäbchen sowie Insektizid- bzw. Akarazid-Sprays.

Beim Blattverlust müssen Sie zusätzlich die Lebensbedingungen Ihrer Pflanze verbessern, indem Sie:

  • Pflanzenlampen aufstellen (12 – 14 Stunden Leuchtdauer täglich)
  • das Bäumchen häufig mit Wasser besprühen

Tags: , ,