Oleander – mediterranes Flair auf Ihrem Balkon

Posted on 10. Sep, 2014 by in Balkontipps

Oleander auf dem Balkon

Thinkstock/IstockPhoto/Elena Shchipkova

Der Oleander schafft ein besonderes Ambiente auf Ihrem Balkon oder Terrasse. Er wächst vor allem strauchartig und verzaubert mit einer Vielfalt von weißen, rosa oder violetten Blüten. Bei der Pflege dieser giftigen Pflanze ist der Einsatz von Handschuhen ein Muss. Mit ein paar Pflegetipps kann man seine Blütenpracht lange genießen.

 

 

Der Oleander genießt die Sonne

Der Oleander liebt Sonnenstrahlen. Er braucht einen warmen, vor Wind geschützten Platz in der Sonne. Idealerweise stellen Sie ihn an eine Wand – so bekommt der Rosenlorbeer (andere Bezeichnung) nachts die gespeicherte Wärme der Wand ab. Er fühlt sich sehr wohl in einem großen, gemütlichen Kübel.

Mit reichlich Wasser versorgen

Im Sommer brauchen Oleander viel Wasser. Greifen Sie in der Zeit bis zu drei Mal am Tag zur Gießkanne. Er mag es an heißen Tagen, im Wasser zu stehen – der Untersetzer darf also voll bleiben. Der häufigste Fehler beim Gießen ist es, Regenwasser zu nehmen. Regenwasser trägt dazu bei, dass die Erde im Kübel saurer wird. Das hat zur Folge, dass die Nährstoffe im Boden nicht mehr aufgenommen werden und Mangelerscheinungen vorkommen können. Im Winter dagegen schauen Sie wöchentlich nach dem Wasserstand. Gießen Sie nur dann, wenn der Wurzelballen trocken ist. Tipp: der Oleander blüht im Frühjahr schneller, wenn man ihn mit vorgewärmtem Wasser gießt.

Den Hunger mit Langzeitdünger befriedigen

Oleander gehören zu den Starkzehrern, d.h. sie brauchen viele Nährstoffe. Düngen Sie Ihre Pflanze von April bis spätestens Anfang September mit einem guten flüssigen Kübelpflanzendünger. Fangen Sie schon im Frühjahr an, damit der Oleander gut versorgt in eine neue Saison starten kann. Verzichten Sie auf die Düngergabe im späten Herbst und im Winter. Die Pflanze muss Zeit haben, um ihr Wachstum wieder einzustellen. Die Überdüngung kann bei Oleandern zu Blattrandnekrosen führen – die Blätter werden trocken und bräunlich. In dem Fall spülen Sie den Dünger mit viel Wasser aus der Kübelerde heraus.

Weisser Oleander

Thinkstock/IStockPhoto/verbasca-Studio

Den Oleander schick machen – Schneiden

Bei jeder Pflegemaßnahme sind Handschuhe notwendig. Der ideale Zeitpunkt fürs Stylen ist das Frühjahr (im März). Schneiden Sie immer direkt am Ansatz. Sie können dabei den Oleander auch auslichten. Machen Sie den Schnitt regelmäßig, so bedankt sich Ihre Pflanze dafür mit schön dichtem und buschigem Outfit. Einen Rückschnitt verträgt der Oleander auch recht gut. Sie müssen dann damit rechnen, dass er in der nächsten Blühsaison keine Blüten entwickelt. Er trägt Blüten nur am zweijährigen Holz. Es gilt: besser öfter einen Formschnitt vorzunehmen als radikal zurückzuschneiden.

Böse „Gäste“ wegschicken

Der Oleander gehört zu den sehr robusten Kübelpflanzen. Haben Sie am besten das ganze Jahr Ihre Pflanze im Blick und prüfen regelmäßig auf Blattläuse, Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse. Die meisten Schädlinge sind auf den Blattunterseiten zu finden. Verwenden Sie mehrfach im Jahr ein Präparat gegen saugende Insekten, damit Ihre Pflanze geschützt und gesund bleibt.

Ein Winterquartier ist angesagt

Bevor Sie ihn einräumen, schauen Sie auf Schädlinge und bei Platzmangel machen Sie einen Schnitt.  Der Oleander ist auf Grund seiner Herkunft nicht winterfest. Als immer grüne Pflanze braucht er viel Licht. In einem kalten Wintergarten oder in einem unbeheizten Gewächshaus (sog. Kalthaus) schafft er die Winterzeit am besten. Sie können ihn auch im Keller überwintern. Es gilt aber: je dunkler, desto niedriger muss die Temperatur sein. In einem warmen Raum kann der Oleander leicht von Schildläusen befallen werden. Die ideale Temperatur liegt bei 2-10 Grad. Wir empfehlen ebenfalls, sein Winterquartier wöchentlich zu lüften.

Giftige Schönheit vorsichtig pflegen

Beim Umgang mit Oleander sollten Sie IMMER Handschuhe anhaben. Alle Teile der Pflanzen sind giftig. Achten Sie besonderes bei Kindern darauf, dass sie auf keinen Fall Pflanzenteile zerkauen oder verschlucken. Die giftige Wirkung des Oleanders kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen und Krämpfen führen. In einem Vergiftungsfall sollte man unbedingt zum Arzt gehen.

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