Kräuterzucht im Winter auf der Fensterbank

Posted on 07. Feb, 2014 by in Expertentipps

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht auf gesunde Hausmannskost steht und und während der kalten Jahreszeit gern auf seine geliebten Kräuter aus der Natur verzichtet. Wenn auch die Kühltruhen im Supermarkt nebenan stets für Nachschub an Petersilie, Schnittlauch, Basilikum & Co. sorgen, selbst gezogen und geerntet, schmeckt es dennoch meistens besser. Gegen die eigene Kräuteraufzucht spricht übrigens selbst in den Wintermonaten nichts, wenn Sie einige unserer Tipps dabei beachten.

Wärme und Licht für optimales Wachstum der Kräuter

Kräuter auf Fensterbrett

Auch im Winter gedeihen Kräuter auf dem Fensterbrett.

Selbst mediterrane Vertreter von Kräutern überwintern in unseren Breiten erstaunlich gefahrlos, aber an Ernten ist während der Frostperiode im Freiland kaum zu denken. Im Haus auf der Fensterbank oder im frostfreien Wintergarten stehen die Chancen für einen guten Ertrag dagegen sehr gut – bei überschaubarem Arbeitsaufwand.

Dennoch sollten Sie einige Besonderheiten beachten: Am Anfang stehen Sie vor der Aufgabe, aus dem vorhandenen Saatgut gesunde und starke Kräuterpflänzchen heranzuziehen. So sind

  • Zitronenmelisse,
  • Majoran,
  • Estragon,
  • aber auch Bohnenkraut
  • und Basilikum

sogenannte Lichtkeimer, die in den ersten Tagen nicht mit Erde bedeckt sein wollen. Gartenexperten empfehlen auf Saatscheiben zurückzugreifen, die bis zum Einsetzen der Keimung lediglich feucht gehalten werden. Danach sind die Jungpflanzen robust genug, um sich in Töpfen oder Blumenkästen zu prächtigen Gewürzpflanzen zu entwickeln.

Beliebte Dunkelkeimer

Zu den beliebtesten Vertretern der Dunkelkeimer zählen neben der Petersilie und dem Dill auch der Schnittlauch sowie Liebstöckel und Salbei. Diese Küchenkräuter mögen es bereits als Saat, wenn sie drei bis fünf cm tief in den mäßig gewässerten Boden eingedrückt werden. Die ersten zaghaften Triebe werden nach gut einer Woche sichtbar und die jungen Pflänzchen gedeihen bis zur Ernte an einem möglichst sonnigen und warmen Platz. Eine Fensterbank über der Heizung ist optimal.

Pflege der Hauskräuter ist auch im Winter erforderlich

Hierbei geht es weniger um das leidige Unkraut, mit dem Sie es vermutlich im Gartenbeet reichlich zu tun haben. Die Pflege beinhaltet regelmäßiges Gießen, möglichst zwei Mal am Tag. Dabei sollte ausschließlich an den Wurzeln gewässert werden, um zu vermeiden, dass sich die jungen Triebe der Pflanzen oben gelb färben.

Lockern Sie den Boden regelmäßig auf, da sonst das Gießwasser nur schwer in das hart gewordene Erdreich eindringen kann. Die ideale Temperatur für das optimale Wachstum der meisten Kräuterpflanzen liegt zwischen 20 und 25°C. Bei stärkerer Sonneneinstrahlung im Fensterbereich ist es günstig, die Mittagshitze mit einem lichtdurchlässigen Fensterrollo von den Pflanzen fernzuhalten.

Je nach Wachstumsdichte kann es erforderlich sein, die Jungpflanzen zu Vereinzeln, wenn sie beispielsweise zu eng nebeneinanderstehen. Wenn Sie besonders lange Freude bei der Aufzucht Ihrer Kräuter auf der Fensterbank haben möchten, abschließend noch zwei Tipps:

  • Ernten Sie in regelmäßigen Abständen von den heranwachsenden Pflanzen, sie werden es nach dem Schnitt mit einem besonders kräftigen und naturgesunden Wachstum belohnen;
  • Benutzen Sie möglichst abgestandenes Gießwasser, gern auch aus der Regentonne, das möglichst Raumtemperatur hat.

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