Blütezeit im Winter – die Winterblüher

Posted on 25. Jan, 2014 by in Expertentipps

Winterblüher in voller Pracht

Bild: LianeM,iStock, thinkstockphotos.de

Entgegen der landläufigen Meinung, gehen nicht alle Pflanzen in den kalten Monaten in den Winterschlaf: Es gibt einige Blüten, die den Temperaturen im Winter standhalten und für ein attraktives Farbenspiel im Garten sorgen. Nur mit wichtigen Vorkehrungen kann man sicher stellen, dass die Winterblüher die „triste Jahreszeit“ überstehen und für ein herrliches Ambiente sorgen.

Artenvielfalt in der kalten Jahreszeit

Tatsächlich gibt es Pflanzen, die sich bei wenigen Sonnenstunden und niedrigen Temperaturen entfalten: Die Winterblüher lieben die kalten Monate.

Neben der allseits bekannten Christrose (lat.: Helleborius niger) gibt es noch andere Blüten, die sich im Winter auftun. Ganz beliebt ist der Schneeball (lat.: Viburnum); ein weiß blühender Strauch, dessen Blüten wirklich an kleine Schneekugeln erinnern. Auch die Zaubernuss beweist sich vorwiegend als Trostspender im Winter: Die Hamamelis leuchtet in der Blütezeit in bunten Herbstfarben!

Voraussetzungen für eine Blütezeit

Um die Winterblüher selbst in den kalten Monaten bewundern und genießen zu können, müssen einige Regeln beachtet werden:

Temperatur

Selbst wenn es draußen trist und kalt ist, können bei den niedrigen Temperaturen die Winterblüher wachsen und gedeihen. Wichtig ist dennoch: Bei Temperaturen unter -15 Grad Celsius kann weder Pflanze noch Strauch blühen!

Standort

Ein geschützter Standort ist für das Gewächs von Vorteil; er verfrüht nicht nur den Blütezeitpunkt, sondern bewahrt auch vor harten Minustemperaturen

Sonnenlicht

Um die Blüten zu bilden ist nur ein Mindestmaß an Sonnenlicht nötig: zu viel Einstrahlung sorgt für das Verdorren der Pflanzen noch während des Auftauens. Damit das Gewächs selbst in sonnigen Wintern nicht abstirbt, ist ein Vlies notwendig.

Eigenarten der Pflanze

Jeder Winterblüher unterscheidet sich voneinander: Manche Pflanzenarten sind „resistent“ gegen Kälte, andere wiederum nicht. Es ist wichtig, sich über die Überlebensstrategie von Pflanze und Strauch zu informieren.

Beschaffenheit des Bodens

Ein trockener Boden ist tödlich für die Winterblüher. Gerade wenn der Schnee ausbleibt, sollte man sich um ausreichende Maßnahmen zum Erhalt seines Gewächs bemühen. Vorsicht: Ein zu nasser Boden führt wiederum zu schwammiger Erde!

Artgenossen

So schön es aussehen mag, wenn die Pflanzen miteinander oder kurz nacheinander auf der selben Stelle im Garten blühen: Es ist nicht gut für die Entfaltung der Winterblüher! Die Gewächse des Winters sollten daher nicht mit Frühlings- oder Sommerblüten gepflanzt werden.

Im Gegensatz zu den später wachsenden Pflanzen brauchen die Winterblüher natürlich weniger Zuwendung; dennoch sollte die Pflege von Blüte und Strauch nicht vernachlässigt werden! Die meisten Winterblüher benötigen zur Freude vieler Grüner Daumen keinen Schnitt. Sollte doch ein Schnitt nötig sein: Erst nach der Blüte schneiden, damit sich die Pflanze über die wärmeren Monate erholen kann.

Selbst im kalten Winter kann es zu sonnigen Tagen kommen; es ist wichtig, hier mit einem Vlies vorzusorgen. Ein solcher Schutz bewahrt die Blüten vor zu starker Sonnenstrahlung, aber auch vor Nachtfrost und vorzeitigem Absterben der Blätter.

Um den Winterblühern einen nahrhaften Boden zu gewähren, sollte man diesen mit Laub, Humus, Mulch oder Kompost anreichern. Die Wurzeln der Gewächse ziehen sich ihre notwendigen Nährstoffe aus der Masse; weiterhin schützt diese auch vor dem Austrocknen des Bodens oder vor Überschwemmung des Erdreichs.

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