Rollrasen oder Kunstrasen

Posted on 08. Jun, 2012 by in Expertentipps

Rollrasenbahnen

kinderleicht verlegt – der Rollrasen

Rollrasen oder Kunstrasen sind heute die unbestritten besten Lösungen, um Sportflächen, Gärten oder Anlagen schnell und nachhaltig zu begrünen. Will man jedoch die Vor- und Nachteile von Roll- und Kunstrasen gegeneinander abwägen gibt es kein einfaches Ergebnis pro oder contra.  Kunst- und Rollrasen und haben beide ihre spezifischen technischen Eigenarten, die sich je nach Einsatz positiv oder negativ auswirken können. Eine richtige Auswahl hinsichtlich der technischen Eignung können Sie deshalb nur dann treffen, wenn Sie den genauen Verwendungszweck kennen.

Optik, Natur und Umwelt

Bei der Optik führt normalerweise der Rollrasen. Obwohl künstlicher Rasen im Laufe der letzte Jahre sowohl farblich als auch von der Struktur her wesentlich verbessert wurde, kann er die natürliche Ästhetik seines Konkurrenten nicht übertreffen. Die einzige Ausnahme von dieser Regel wäre, wenn Kunstrasenoptik in besonderen Zusammenhängen bewusst bevorzugt würde. Das Thema Sportrasen für einen Golfplatz ist dafür ein gutes Beispiel. Die Traditionalisten schwören dort auf das natürliche Grün, wobei Kunstrasen eigentlich für die Anwendung auf Golfplätzen entwickelt wurde.

Im privaten Garten kann man Kunst- und Rollrasen gleichermaßen einsetzen. Wer auf einen in jeder Hinsicht natürlichen Garten Wert legt, wird sich für das Naturprodukt entscheiden. Wenn Sie aber auf Unkraut jäten, bewässern und Rasen mähen keinen Wert legen, sind Sie sicher auch im Garten mit einem Kunstrasen gut bedient.

Mit den Umweltqualitäten von Rollrasen kann der Kunstrasen definitiv nicht mithalten. Als Sauerstoffspender ersten Ranges hat Rollrasen natürlich eine hervorragende CO2 Bilanz. Künstlicher Rasen kann umwelttechnisch erst in der ökologischen Gesamtbilanz etwas aufholen, wenn er aus Recyclingmaterialien hergestellt ist.

Beanspruchung und Wetterfestigkeit

Stellt man der Auswahl technische Kriterien voran, so kann man für besonders beanspruchte Flächen an erster Stelle Kunstrasen empfehlen. Es gibt zwar auch besonders widerstandsfähige Sorten von Rollrasen, bei punktueller Dauerbeanspruchungen kann das Naturprodukt aber trotzdem nicht mithalten.

Beim Thema Wetterfestikeit kann der Kunstrasen als Sportrasen eingesetzt auch noch in einem anderen Fall punkten, nämlich bei Frost und nach Schneefall. Naturrasen wird hart, was die Verletzungsgefahr erhöht und Kunstrasen kann man leichter beräumen und bespielbar machen. Eine ganz wichtige technische Fähigkeit, die von den Böden verlangt wird, ist die Wasser Durchlässigkeit. Das Problem nicht abfließenden Wassers taucht in vielen Zusammenhängen auf. Viele Sportarten wie Golf oder Fußball können auf zu nassem Untergrund nicht ausgeübt werden, wenn der Ball zum Beispiel durch Wasser Pfützen abgebremst wird. Sowohl der natürliche Rollrasen als auch der Kunstrasen hatten in dieser Hinsicht Probleme. Ursache für einen schlechten Ablauf des Wassers war aber eigentlich eher der Unterboden. Deshalb hat man für beide Systeme innovative Lösungen entwickelt. Beim Naturrasen wird der Untergrund dazu meistens in mehreren Schichten aufgebaut, die Wasser aufnehmen und ableiten können. Für Kunstrasen hat man Drainagesysteme entwickelt, die ebenfalls hocheffizient arbeiten. Lediglich in einer Hinsicht ist der Kunstrasen bei Feuchtigkeit dem Rollrasen gegenüber wirklich überlegen. Nach starker Durchfeuchtung ist er viel schneller trocken und bespielbar.

Bei Thema Untergrund kann man direkt hinzufügen, dass unerwünschte Unebenheiten, die zum Beispiel für Stolpergefahr auf Sport oder Freizeitflächen sorgen, auch primär vom richtige vorbereiteten Unterbau und nur in ganz geringem Masse vom Rollrasen oder Kunstbelag abhängen.

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