Schnecken im Garten bekämpfen

Posted on 07. Mai, 2012 by in Expertentipps

Schnecken auf BlattwerkJeder Gärtner hat sie, die wenigsten mögen sie – die Rede ist von Schnecken im Garten. Es gibt viele Möglichkeiten, um den Schnecken zuleibe zu rücken. Manche der Methoden (wie z.B. Bier) sind eher zweifelhafter Natur, andere Methoden wie z.B. das altbekannte Schneckenkorn sind nicht nur für die Schnecken gefährlich – sondern können ernsthafte Krankheiten auslösen und andere Tiere ebenfalls vergiften. Deshalb ein paar Tipps wie man der Schneckenplage (sofern es eine gibt) Herr werden kann und welche Mittel man eher sein lassen sollte.

Schnecken als Problemtiere

Meist sind es die Nacktschnecken, die sich besonders gern über Salat und andere Nutzpflanzen, aber auch gerne über die Blätter von Blumen hermachen. Da sie sich ständig vor dem Austrocknen schützen müssen, verstecken sie sich tagsüber in Erdlöchern oder unter den Pflanzen selbst. Erst in der Dämmerung kommen sie dann zum Vorschein und beginnen, sich die vom Gärtner mit Liebe und Sorgfalt gepflanzten Pflanzen schmecken zu lassen. Dabei sind sie nicht so langsam wie allgemein angenommen wird. Sie können in nur einer Nacht bis zu 25m zurücklegen und so ist es erheblich schwierig, sie tagsüber aufzuspüren und vom eigenen Garten fernzuhalten. Dabei gibt es zur Bekämpfung des Schneckenproblems viele Ansätze. Welche davon die Richtige ist, muss aber wohl jeder Gärtner für sich entscheiden.

Alte Hausmittel gegen Schnecken im Garten

Schon mit wenigen einfachen Mitteln kann das Schneckenproblem zumindest erheblich verringert werden. Dazu bedarf es nur ein paar Kniffe, die sich meist schon seit Jahrzehnten bewährt haben. Eine Möglichkeit ist selbstverständlich, die Schnecken im Garten einzeln aufzusammeln. Das ist aber beschwerlich, da sie sich wie gesagt tagsüber meist gut verstecken. Komposthaufen und feuchte, überhängende Pflanzen von Blättern sind unter anderem beliebte Verstecke für Schnecken im Garten und es lohnt sich normalerweise immer, dort eine Schneckenfalle aufzustellen. Die Plagegeister können am Besten nach einem Regenschauer oder in der Dämmerung gefunden werden, da sie dann aus ihren Höhlen kommen. Wer viele Schnecken im Garten gefangen hat, muss bedenken, dass sie sehr leicht wieder zurückfinden und es so keine Alternative ist, sie einfach kurz über den erstbesten Gartenzaun zu werfen. Angelockt werden Schnecken übrigens besonders gut mit Bier, speziell mit Weizen. Wird ein Glas über Nacht im Garten aufgestellt, ist es am nächsten Morgen üblicherweise voller Tiere und kann problemlos entsorgt werden. Dabei muss aber bedacht werden, dass so auch Schnecken angezogen werden, die vorher nicht im eigenen Garten gefressen haben – und das diese Methode durchaus als Tierquälerei zu werten ist!  Wer die Schnecken im Garten lieber abschrecken statt anziehen möchte, sollte schon früh Blumen pflanzen, die die Tiere nicht mögen.

Dazu gehören Gräser, Rosen oder auch Lavendel. Besonders gut wirken übrigens Hühner oder Laufenten, allerdings ist das für die meisten Hobby- und Kleingärtner keine Option. Aber auch andere Tiere gelten als natürliche Feinde der Schnecken im Garten. So kann es sich lohnen, Igeln schon im Herbst unter Laub ein Winterquartier anzubieten, denn im Sommer werden sie dann gerne die Schnecken auf ihre ganz eigene Art bekämpfen. Das gilt auch für viele Vogelarten, die mit Hecken, Bäumen und Sträuchern angelockt werden können. Abgehalten werden können die Tiere auch durch die sogenannten “Schneckenzäune”, die es an vielen Stellen zu kaufen gibt. Allerdings muss bei diesen beachtet werden, dass sie sehr eng um die Pflanzen gestellt werden müssen und keine Pflanzenblätter überhängen dürfen. Außerdem kann nie sichergegangen werden, dass nicht schon Schneckeneier innerhalb des Zaunes gelegt worden sind.

Schnecken chemisch bekämpfen

Natürlich gibt es mittlerweile viele Angebote Schnecken im Garten mit chemischen Mitteln und Wirkstoffen zu bekämpfen. Dabei sollte sich der Hobbygärtner vor der Anwendung aber genau klar machen, was erlaubt ist und keinen anderen Tieren oder Pflanzen schaden kann. Das altbekannte Schneckenkorn z.B. kann für Vierbeiner und Menschen äußerst gefährlich werden wie man hier sehr gut nachlesen kann. Die zuständigen Ämter geben regelmäßig Listen heraus, in denen die zulässigen Pflanzenschutzmittel genannt werden. Allerdings sind die natürlichen Mittel in den meisten Fällen nicht nur ökologisch sinnvoller, sondern auch effektiver und praktischer.

Klasse Tipps auch in diesem Artikel: http://www.nabu.de/oekologischleben/balkonundgarten/gartentipps/00546.html

Bild: © ArVis – Fotolia.com

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